Bild folgtKI-generierte IllustrationOrnithopus perpusillus
Auch bekannt als: Vogelfuss, Mäusewicke
6
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Kleinen Vogelfuß (Ornithopus perpusillus) an seinen zierlichen, weiß-rosa gestreiften Schmetterlingsblüten und den markanten Fruchthülsen, die wie die Krallen eines Vogelfußes geformt sind. Dieser unauffällige Hülsenfrüchtler ist ein wahrer Überlebenskünstler auf sandigen Böden. Er dient als lebenswichtige Raupenfutterpflanze für den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) und bietet Nektar für den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Wenn du eine sonnige, magere Stelle im Garten hast, ist er die perfekte Wahl für mehr Natürlichkeit. Gib diesem kleinen Spezialisten eine Chance, und du förderst gezielt bedrohte Schmetterlingsarten direkt vor deiner Haustür.
Zierlicher Hungerkünstler: Die Kinderstube für den prächtigen Hauhechel-Bläuling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Kleine Vogelfuß eine bedeutende Nahrungsquelle für spezialisierte Falter wie Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae sowie den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Besonders wertvoll ist er als Raupenfutterpflanze für den Silberfleck-Bläuling und den weit verbreiteten Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Da er zur Stickstofffixierung befähigt ist, verbessert er die Bodenqualität für andere Magerkeitszeiger auf natürliche Weise. In der kalten Jahreszeit dienen die Samen als wichtige Ressource für kleine Bodenbewohner.
Der Kleine Vogelfuß ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Da viele Hülsenfrüchtler Inhaltsstoffe besitzen, die in größeren Mengen unverträglich sein können, sollten Kinder und Haustiere nicht an der Pflanze knabbern. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Hülsenfrüchte jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Standort: Die Pflanze benötigt volle Sonne und gedeiht am besten an heißen, trockenen Plätzen.
Bodenbeschaffenheit: Ideal ist ein sandiger, magerer Boden. Als Schwachzehrer benötigt er kaum Nährstoffe und reagiert empfindlich auf Düngung.
Feuchtigkeit: Der Wasserbedarf ist sehr gering; Trockenheit ist für die etablierte Pflanze kein Problem.
Pflanzzeit: Setze den Kleinen Vogelfuß zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze oft einjährig oder kurzlebig ausdauernd wächst.
Vermehrung: Er versamt sich an offenen Bodenstellen meist von selbst, was für den Fortbestand im Garten wichtig ist.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist der Sand-Thymian (Thymus serpyllum). Beide Arten teilen die Vorliebe für trockene Sandböden und ergänzen sich hervorragend in ihrer Wuchsform, was den Boden stabilisiert und verschiedenen Insekten Lebensraum bietet.
Der Kleine Vogelfuß gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanzenart) heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lückige Sandtrockenrasen. Morphologisch zeichnet er sich durch niederliegende, behaarte Stängel und unpaarig gefiederte Blätter aus. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die der Pflanze hilft, in extrem nährstoffarmen Böden zu überleben.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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