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Orobanche centaurina
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Arten
interagieren
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dokumentiert
Unverwechselbar ist Orobanche kochii durch ihren fleischigen, schuppigen Wuchs ganz ohne Blattgrün und die bräunlich-violetten Blütenähren. Da sie keine Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) betreibt, wirkt sie fast wie ein Pilz oder eine exotische Orchidee. Im Naturgarten ist sie ein hochspezialisierter Partner für seltene Schmetterlinge wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder den Östlichen Scheckenfalter (Melitaea britomartis). Diese Pflanze zeigt dir sofort an, ob dein Gartenboden ein gesundes, kalkreiches Ökosystem beherbergt. Wenn du diese seltene Art bei dir entdeckst, darfst du stolz sein: Du hast alles richtig gemacht.
Geheimnisvoller Gast: Ein blattgrünloser Spezialist für echte Kenner-Gärten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem spezialisierte Edelfalter von dieser Art. Der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) nutzen die Blüten als Nektarquelle. Auch für den Östlichen Scheckenfalter (Melitaea britomartis) ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle in Trockenbiotopen. Im Boden fördert sie durch ihre Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) die Vernetzung des Wurzelraums. Da sie selbst keine grünen Blätter bildet, konkurriert sie nicht mit Licht bedürftigen Kleinstpflanzen. Ihr Vorkommen im Garten ist ein Prädikat für eine hohe Biodiversität.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie keine essbaren Teile besitzt und ihre Inhaltsstoffe für den menschlichen Verzehr ungeeignet sind, sollten Kinder und Haustiere vom Verzehr abgehalten werden. Durch ihr spezielles Äußeres ohne grüne Blätter besteht jedoch kaum eine Verwechslungsgefahr mit gängigen Küchenkrautarten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Die Art gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Kalk-Magerrasen (artenreiches, trockenes Grasland auf kalkhaltigem Boden), wo sie als Vollschmarotzer lebt. Das bedeutet, sie besitzt kein Chlorophyll (Blattgrün) und bezieht Wasser sowie Nährstoffe über die Wurzeln einer Wirtspflanze. Morphologisch auffällig ist der drüsig behaarte Stängel, der statt Laubblättern lediglich kleine Schuppenblätter trägt. Sie ist wärmeliebend und streng an Standorte mit basischem Untergrund gebunden.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.