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Orobanche rapum-genistae
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Auch bekannt als: Orobanche rapum-genistae
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Ginster-Sommerwurz (Orobanche rapum-genistae) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen fleischigen, blattlosen Stängeln und den gelblich-braunen Lippenblüten wirkt er fast wie eine exotische Skulptur. Da er kein Blattgrün besitzt, lebt er als Vollschmarotzer an den Wurzeln von Ginster-Arten. In deinem Garten förderst du damit seltene Spezialisten wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder Melitaea celadussa. Als gefährdete Art der Roten Liste ist er ein echtes Juwel für den Artenschutz. Wenn du ihm den richtigen Platz bietest, leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Vielfalt.
Einzigartiger Überlebenskünstler: Schütze seltene Scheckenfalter in deinem Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Ginster-Sommerwurz eine wichtige Anlaufstelle für seltene Falter. Besonders die Scheckenfalter-Arten Melitaea diamina, Melitaea celadussa und Melitaea britomartis nutzen ihn als Nahrungsquelle. Auch die Erdhummel (Bombus terrestris) gehört zu den regelmäßigen Besuchern der markanten Blüten. Da die Pflanze Samen bildet, die im Winter an den vertrockneten Ständen verbleiben, bietet sie eine natürliche Struktur für das Gartenökosystem. Als Art mit dem Status Rote Liste 3 (gefährdet) ist jede Ansiedlung in Privatgärten ein Gewinn für die Biodiversität (biologische Vielfalt).
Der Ginster-Sommerwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Er ist für den Verzehr nicht geeignet und sollte daher in Gärten mit kleinen Kindern mit Bedacht platziert werden. Eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildpflanzen besteht aufgrund des Fehlens grüner Blätter und der bräunlichen Färbung jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,562 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Ginster-Sommerwurz (Orobanche rapum-genistae) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) in der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf mageren, also nährstoffarmen Böden. Da die Pflanze keine Photosynthese (Energiegewinnung durch Sonnenlicht) betreibt, fehlen ihr echte Laubblätter; stattdessen besitzt sie kleine Schuppenblätter. Er geht eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.