Bild folgtKI-generierte IllustrationPedicularis sylvatica
Auch bekannt als: Waldmoorläusekraut
13
Arten
interagieren
27
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu übersehen: Das Wald-Läusekraut besticht durch seine helmförmigen, rosa Blüten und die markant gefiederten Blätter, die flach über dem Boden liegen. In deinem Garten ist diese seltene Schönheit weit mehr als nur Dekoration, denn sie dient spezialisierten Schmetterlingen wie dem Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) als wichtige Nektarquelle. Auch für die Raupen des Kreuzblumen-Bunteulchens (Phytometra viridaria) ist die Pflanze überlebenswichtig. Wenn du einen feuchten, sauren Gartenbereich hast, kannst du dieser gefährdeten Wildpflanze ein sicheres Zuhause geben. Schau genau hin – auf nur 0,12 m Höhe entfaltet sich hier ein echtes ökologisches Wunderwerk.
0,12 Meter pure Ökologie: Die Rettungsinsel für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem spezialisierte Falter wie der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis) von den Blüten. Eine herausragende Bedeutung hat das Wald-Läusekraut als Raupenfutterpflanze für das seltene Kreuzblumen-Bunteulchen (Phytometra viridaria). Die Samen sind mit 0,8966 mg extrem leicht und werden durch Wind- oder Fernausbreitung verteilt. Da die Art auf der Roten Liste mit Stufe 3 (gefährdet) eingestuft ist, ist jeder Bestand im Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität.
Das Wald-Läusekraut ist als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren und kontaktiere im Verdachtsfall den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für den Naturgarten ist es dennoch wertvoll, sollte aber mit Bedacht an Stellen gepflanzt werden, die nicht als Spielfläche dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.116 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 8: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Feuchtewert 8: Halte den Boden dauerhaft feucht bis nass; ideal ist eine Zone am Teichrand oder ein Moorbeet.
Nährstoffwert 2: Verwende ausschließlich mageren (nährstoffarmen) Boden, da die Pflanze bei Überdüngung schnell verschwindet.
Reaktionswert 2: Achte auf ein saures Bodenmilieu; kalkhaltige Substrate werden nicht vertragen.
Wuchshöhe beachten: Die Pflanze wird genau 0,12 m hoch, platziere sie daher unbedingt im Vordergrund.
Pflanzzeit: Setze das Läusekraut im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Vermehrung: Die leichten Samen (0,8966 mg) verbreiten sich durch den Wind; lass die Fruchtstände für die Selbstaussaat stehen.
Gute Partnerin: Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium) – es teilt die Ansprüche an Nässe und sauren Boden und unterdrückt die kleine Pflanze nicht.
Das Wald-Läusekraut (Pedicularis sylvatica) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind Feuchtwiesen, Moore und Borstgrasrasen (saure, nährstoffarme Wiesen auf kalkfreiem Boden). Morphologisch zeichnet es sich als krautige, nicht verholzte Pflanze aus, die als Halbschmarotzer (entzieht Nachbarpflanzen über die Wurzeln teilweise Wasser und Nährstoffe) eine besondere ökologische Nische besetzt. Mit einer fixen Wuchshöhe von 0,12 m bleibt es sehr zierlich.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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