Bild folgtKI-generierte IllustrationPersicaria hydropiper
Auch bekannt als: Flohpfeffer, Wasserpfeffer
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Pfeffer-Knöterich (Persicaria hydropiper) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die schmalen, lanzettlichen Blätter und der brennend scharfe Geschmack sind sein unverkennbares Markenzeichen. Er ist ein wertvoller Spezialist für feuchte Gartenbereiche, da er gezielt von Faltern wie dem Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) und dem Braungeränderten Ochsenauge (Maniola jurtina) als Nahrungsquelle angeflogen wird. Im naturnahen Garten füllt er ökologische Nischen an Teichrändern oder in feuchten Senken aus, an denen andere Stauden oft versagen. Wenn du also eine Vorliebe für wilde, wassernahe Ecken hast, machst du mit dieser heimischen Art alles richtig.
Scharfer Falter-Magnet: Die unverzichtbare Tankstelle für feuchte Garten-Ecken.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren vor allem Tagfalter von dieser Pflanze. Zu den Besuchern zählen der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und der Große Kohlweißling (Pieris brassicae) sowie der Gelbling. Auch der Braunkolbige Braun-Dickkopffalter und das Braungeränderte Ochsenauge (Maniola jurtina) nutzen den Pfeffer-Knöterich regelmäßig. Für die Falter ist er eine verlässliche Anlaufstelle in feuchten Lebensräumen. Da die Pflanze reichlich Samen bildet, stellt sie im Spätherbst und Winter zudem eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Vögel dar, die die Bestände nach fressbaren Samen absuchen.
Der Pfeffer-Knöterich ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Seine Inhaltsstoffe verursachen beim Kauen einen brennend scharfen Geschmack und können Schleimhäute sowie Haut reizen. In Gärten mit kleinen Kindern sollte er daher nur in unzugänglichen Bereichen, etwa direkt am Teichufer, gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.64 m
Der Pfeffer-Knöterich ist ein klassischer Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen sehr nährstoffreichen, „fetten“ Boden.
Standort: Wähle einen Platz in der vollen Sonne, damit die Pflanze kräftig wachsen kann.
Boden: Die Erde muss dauerhaft feucht bis nass sein; Staunässe ist für diese Art kein Problem.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Ausbringen ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da er einjährig wächst, ist kein Rückschnitt im herkömmlichen Sinne nötig.
Vermehrung: Lass die Pflanze im Herbst unbedingt stehen, damit sie sich über ihre Samen selbst aussäen kann.
Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr deckt den hohen Nährstoffhunger.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Ufervegetation.
Der Pfeffer-Knöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland und Österreich als indigen (einheimisch) eingestuft. Er besiedelt als typischer Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) bevorzugt nasse, stickstoffreiche Standorte. Morphologisch fallen die knotig verdickten Stängelglieder auf, die namensgebend für die gesamte Gattung sind. Die Pflanze wächst meist einjährig und erreicht Höhen von etwa 30 bis 80 Zentimetern an Standorten mit guter Nährstoffversorgung.
1 Video zu Pfeffer-Knöterich

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →