Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunella laciniata
Auch bekannt als: Weiße Brunelle
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Arten
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26
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dokumentiert
Schon von weitem fällt die Weiße Braunelle (Prunella laciniata) durch ihre cremeweißen Lippenblüten auf, die in dichten, kopfigen Blütenständen angeordnet sind. Diese Art ist ein wertvoller Zuwachs für deinen Naturgarten, da sie auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) eingestuft ist und somit zum Erhalt seltener Wildpflanzen beiträgt. Da sie magere Standorte liebt, hilft sie dir dabei, trockene Gartenbereiche ökologisch aufzuwerten. Mit ihrer geringen Wuchshöhe fügt sie sich perfekt in Steingärten oder sonnige Rasenkanten ein. Schaffe auch du ein Refugium für diese bedrohte Schönheit und fördere die Vielfalt direkt vor deiner Haustür.
Bedrohte Rarität: Hol dir die gefährdete Weiße Braunelle in deinen Magerrasen.
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Diese Pflanze leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Biodiversität, da sie als gefährdete Art der Roten Liste in Privatgärten ein wertvolles Trittsteinbiotop findet. Ihre leichten Samen (Diasporen) wiegen lediglich etwa 1,18 mg, was eine Ausbreitung durch den Wind begünstigt und so die Vernetzung seltener Standorte unterstützt. Während ihrer Blütezeit von Juni bis August bereichert sie das Nahrungsangebot auf mageren Flächen, die in der modernen Landschaft oft selten geworden sind. Da sie indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in das Beziehungsgefüge unserer heimischen Flora und Fauna ein.
Die Weiße Braunelle wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher aufgeführt. Auch wenn keine spezifischen schweren Vergiftungserscheinungen für diese Art gelistet sind, solltest du vorsorglich darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.156 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 8), an dem die Pflanze viel direktes Sonnenlicht bekommt.
Boden: Setze sie unbedingt in mageren Boden (Schwachzehrer). Zu viel Dünger schadet ihrer Vitalität und Konkurrenzkraft.
Feuchtigkeit: Der Standort muss trocken sein (Ellenberg Feuchtewert 3); vermeide Staunässe durch gute Drainage.
Bodenreaktion: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenbergwert 8), um ihre natürlichen Ansprüche zu erfüllen.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von 0,16 m, damit sie nicht von größeren Nachbarn überdeckt wird.
Pflege: Da die Pflanze nicht verholzt, zieht sie sich im Winter in den Boden zurück; ein Rückschnitt der vertrockneten Triebe im Spätwinter ist ausreichend.
Vermehrung: Die Pflanze nutzt leichte Samen (Diasporen) zur Ausbreitung, was eine natürliche Selbstaussaat ermöglicht.
Pflanzpartner: Eine ideale Nachbarin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum), da beide Arten die gleichen Ansprüche an sonnige Kalk-Magerstandorte stellen.
Die Weiße Braunelle gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Standorte. Ein typisches Merkmal sind ihre tief fiederteiligen (eingeschnittenen) Blätter, die sie deutlich von ihren Verwandten unterscheidbar machen. Als krautige, nicht verholzte Pflanze erreicht sie eine sehr kompakte Höhe von genau 0,16 m. Sie gilt als Archäophyt, also als eine Art, die bereits vor dem Jahr 1492 ohne direktes Zutun des Menschen eingewandert ist.
3 Videos zu Weiße Braunelle



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →