Bild folgtKI-generierte IllustrationQuercus pubescens
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Arten
Du erkennst die Flaum-Eiche sofort an ihren jungen Trieben und den Blattunterseiten, die weich und weißlich behaart sind – ein natürlicher Verdunstungsschutz. Sie ist für den Naturgarten ein wahrer Schatz, da sie spezialisierten Insekten wie der Gemeinen Eichengallwespe (Cynips quercusfolii) eine Heimat bietet. Auch Vögel finden in ihrem knorrigen Geäst reichlich Nahrung. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Gartenplatz hast, triffst du mit diesem langlebigen Baum eine hervorragende Wahl für die Zukunft. Du investierst damit in ein Stück lebendige Naturgeschichte, das mit dem wärmer werdenden Klima bestens zurechtkommt.
Klimafester Charakterbaum: Ein bedrohter Überlebenskünstler für sonnige Gärten.
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Als ökologisch hochkarätige Baumart bietet die Flaum-Eiche Lebensraum für eine Vielzahl spezialisierter Lebewesen. Nach aktuellen Bestäubungs- und Beobachtungsdaten profitieren insbesondere Gallwespen wie die Streifige Eichengallwespe (Cynips longiventris) und die Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii) von ihr. Für Vögel wie den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) stellt sie einen wichtigen Lebensraum für die Nahrungssuche dar. Da die Art auf der Roten Liste 3 steht, ist jede Neupflanzung ein aktiver Beitrag zum Artenschutz. Im Winter bieten die verbleibenden Strukturen Schutz für überwinternde Insekten in der Rinde.
Die Flaum-Eiche ist nicht kindersicher. In den Blättern und vor allem in den unreifen Eicheln sind Gerbstoffe (Tannine) enthalten, die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Auch für Haustiere, insbesondere Pferde und Hunde, ist der Verzehr von Eicheln problematisch. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Baumarten besteht bei genauer Betrachtung der flaumigen Blattunterseite kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
15.81 m
Die Flaum-Eiche benötigt einen vollsonnigen, warmen Standort, um ihre volle Pracht zu entfalten. * Der Boden sollte kalkhaltig, eher nährstoffarm und vor allem gut durchlässig sein, da sie empfindlich auf Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) reagiert. * Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist. * In den ersten zwei Jahren solltest du bei längeren Trockenphasen regelmäßig gießen, danach ist der Baum extrem trockenheitsresistent. * Eine Düngung ist in normaler Gartenerde nicht erforderlich. * Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses kaum nötig und würde die natürliche, knorrige Form stören. * Gute Partnerin: Die Kornelkirsche (Cornus mas) – beide Arten lieben warme Kalkstandorte und ergänzen sich hervorragend als ökologisch wertvolle Gehölzgruppe.
Die Flaum-Eiche (Quercus pubescens) gehört zur Gattung der Eichen und ist in den Wärmegebieten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Wälder auf Kalkböden. Sie gilt als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) und ist durch ihre charakteristischen, behaarten Blätter perfekt an trockene Standorte angepasst. Aufgrund schwindender Lebensräume wird sie auf der Roten Liste mit dem Status 3 (gefährdet) geführt.
3 Videos zu Flaum-Eiche



10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →