Bild folgtKI-generierte IllustrationAndricus foecundatrix (Hartig, 1840)
Hartig, 1840
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Wirtspflanzen
bekannt
Die Eichengallenwespe (Andricus foecundatrix) erkennst Du am ehesten an den charakteristischen Wucherungen, die sie an Zweigen hervorruft. Diese kleinen Wespen sind Teil der Familie der Gallwespen (Cynipidae), die eine faszinierende Lebensweise direkt im Pflanzengewebe entwickelt haben. In Deinem Garten nutzt das Tier vor allem die Stiel-Eiche oder die Flaum-Eiche als Lebensraum, während die Larven auch an der Asch-Weide vorkommen können. Die Weibchen legen ihre Eier in die Knospen, woraufhin die Pflanze durch chemische Reize eine schützende Hülle bildet. In dieser geschützten Umgebung entwickeln sich die Larven völlig ungestört von Witterung oder Fressfeinden. Die Larven ernähren sich dabei rein vegetarisch von dem nährstoffreichen Pflanzengewebe, das im Inneren dieser Auswüchse durch die Wirtspflanze gebildet wird. Für Deinen Garten ist diese Art völlig unbedenklich, da sie die Vitalität der Bäume nicht nennenswert beeinträchtigt. Im Gegenteil, sie bereichert die Artenvielfalt und dient als Glied in der Nahrungskette für Vögel oder Schlupfwespen. Du kannst den Tieren helfen, indem Du heimische Laubbäume pflanzt und herabgefallene Pflanzenteile im Winter nicht sofort entfernst. Ein naturbelassener Garten mit Totholz und Laub bietet diesen spezialisierten Insekten den nötigen Lebensraum.
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Die Eichengallenwespe ist für Menschen, Haustiere und die Gartenpflanzen vollkommen harmlos. Es besteht keine Meldepflicht und es sind keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich, da sie keine relevanten Schäden verursacht.
Die Art gehört zur Familie der Gallwespen (Cynipidae) innerhalb der Hautflügler und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als Vertreter der Gattung Andricus zeigt sie eine spezialisierte Bindung an Laubgehölze wie die Stiel-Eiche oder die Flaum-Eiche. Ihre Verbreitung erstreckt sich über weite Teile Mitteleuropas bis nach Belgien. Die Lebensweise ist durch einen Generationswechsel (Wechsel zwischen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Fortpflanzung) geprägt, der eng an die Entwicklungszyklen der Wirtspflanzen gekoppelt ist.
4 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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