Bild folgtKI-generierte IllustrationRhus typhina
Auch bekannt als: Essigbaum, Hirschkolben-Sumach, sumac de Virginie
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Kolben-Sumach (Rhus typhina) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine samtig behaarten Zweige und die großen, gefiederten Blätter sind unverwechselbar. Als Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart) hat er sich in unseren Gärten etabliert und bietet einen hohen ökologischen Wert. Besonders die Grobpunktierte Kleesandbiene und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) schätzen seine Blüten als Nahrungsquelle. Auch die Feldwespe lässt sich hier regelmäßig bei der Suche nach Nektar beobachten. Wenn du einen sonnigen Platz frei hast, ist dieser Strauch ein wunderbarer Blickfang, der Farbe und Leben in deinen Garten bringt. Achte nur darauf, ihm genügend Raum zur Entfaltung zu geben.
Samtige Zweige und ein Buffet für die Grobpunktierte Kleesandbiene.
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Obwohl er ursprünglich nicht aus Europa stammt, ist der Kolben-Sumach eine wertvolle Anlaufstelle für heimische Bestäuber. Er dient als wichtige Nektarquelle für die Honigbiene und die Grobpunktierte Kleesandbiene. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und Nachtfalter wie die Umbra-Sonneneule nutzen das Angebot. Zudem kann man oft die Feldwespe an den Blüten finden. Durch die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (spezielle Bodenpilze) fördert der Strauch zudem ein gesundes Bodenleben. Die markanten Fruchtstände bleiben bis in den Winter hinein stehen und dienen in der kalten Jahreszeit als wichtiger Strukturgeber im Garten.
Bitte beachte, dass der Kolben-Sumach nicht als kindersicher eingestuft wird. Der Kontakt mit dem Milchsaft oder der Verzehr von Pflanzenteilen kann bei empfindlichen Personen und Kindern zu Hautreizungen oder Magen-Darm-Beschwerden führen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund der charakteristischen, samtig behaarten Zweige jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
6.89 m
Wähle für den Kolben-Sumach einen vollsonnigen Standort, damit er seine prächtige Herbstfärbung voll ausbilden kann. Er kommt mit normalem Gartenboden bestens zurecht, sofern dieser frisch (mäßig feucht) gehalten wird. Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist. Da die Pflanze zur Bildung von Wurzelausläufern neigt, solltest du bei kleineren Gärten über eine Wurzelsperre nachdenken. Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im Spätwinter durchgeführt werden, um die Krone kompakt zu halten. Die Vermehrung erfolgt meist von selbst über die Wurzeln.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie ist ebenfalls heimisch, liebt sonnige Plätze und ergänzt den Sumach durch ihre feinen, weißen Blütendolden und ähnliche Ansprüche an den Boden.
Der Kolben-Sumach (Rhus typhina) gehört zur Ordnung der Seifenbaumartigen und ist ein aus Nordamerika stammender Neophyt, der heute in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet ist. Er wächst bevorzugt an sonnigen Standorten auf frischen (mäßig feuchten) Böden und gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf). Charakteristisch ist sein oft mehrstämmiger, lockerer Wuchs und die auffällige, kolbenartige Fruchtbildung an den Zweigspitzen. In der Erde geht er eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - arbuskuläre Mykorrhiza, ein Bodenpilz, der den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme hilft) ein.
1 Video zu Kolben-Sumach

9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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