Bild folgtKI-generierte IllustrationBlysmus rufus
Auch bekannt als: Rote Quellbinse
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den glänzenden, kastanienbraunen Ährchen, die am Ende der Stängel fast wie kleine Federn wirken, lässt sich das Rotbraune Quellried sofort erkennen. Als Bewohner seltener Feuchtlebensräume bringt diese Pflanze echte Spezialisten in deinen Garten, wie etwa den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder den Schwarzkolbigen Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola). Da die Art auf der Roten Liste steht (Status 2: stark gefährdet), leistest du mit ihrer Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du eine nasse Stelle im Garten hast, ist dieses Sauergras eine wunderbare Wahl.
Rote-Liste-Star für Sumpfbeete: Ein Refugium für seltene Dickkopffalter.
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Diese Pflanze ist ein wertvoller Baustein für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) von dem Quellried. Auch seltenere Arten wie das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) oder der Gelbringfalter (Lopinga achine) finden hier einen Lebensraum. Das Quellried bietet Struktur in feuchten Wiesenbereichen. Mit der Pflanzung unterstützt du direkt Arten, die auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft sind, und förderst die ökologische Vernetzung seltener Feuchtgebietsbewohner.
Das Rotbraune Quellried wird offiziell nicht als kindersicher eingestuft. Zwar sind keine Vergiftungen bekannt, doch können die harten Halme bei unvorsichtigem Kontakt zu kleinen Schnittverletzungen führen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der markanten braunen Ährchen kaum. Achte bei der Standortwahl darauf, dass kleine Kinder nicht direkt mit den festen Halmen spielen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Das Rotbraune Quellried ist ein Spezialist für nasse Standorte. Im Garten benötigt es einen Platz am Teichrand oder in einem Sumpfbeet mit dauerhafter Feuchtigkeit. Es bevorzugt kalkhaltige und mineralische Böden, die gerne auch leicht salzhaltig sein dürfen.
Standort: Sonnig bis halbschattig.
Boden: Dauerhaft nass, Staunässe ist kein Problem.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; das alte Laub schützt im Winter das Herz der Pflanze.
Vermehrung: Erfolgt meist unkompliziert über die Ausläufer.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist der Sumpf-Dreizack (Triglochin palustre). Beide Arten teilen die Vorliebe für mineralreiche, nasse Standorte und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen hervorragend, was die natürliche Vielfalt im Sumpfbeet fördert.
Das Rotbraune Quellried (Blysmus rufus) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). In Deutschland und Österreich ist es vor allem an den Küsten und an Binnensalzstellen heimisch, kommt aber auch in kalkreichen Niedermooren vor. Typisch sind die kriechenden Ausläufer (unterirdische Kriechsprosse), durch die es dichte Bestände bilden kann. Die Stängel sind glatt und unten rundlich, während die Blätter rinnig vertieft sind. Es handelt sich um eine indigene Art, also eine bei uns ursprünglich heimische Pflanze, die perfekt an kühle, feuchte Standorte angepasst ist.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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