Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus bifrons
Auch bekannt als: Rubus bifrons
17
Arten
interagieren
24
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Zweifarbige Brombeere (Rubus bifrons) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie besticht durch ihre kräftigen Ruten und die Blätter, deren Unterseiten deutlich heller als die Oberseiten schimmern. In deinem Naturgarten ist sie ein unersetzlicher Lebensraum, da sie spezialisierten Schmetterlingen wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder dem Schwarzbraunen Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) wichtige Nahrung bietet. Die Pflanze schafft dichte Strukturen, in denen sich das Gartenleben sicher entfalten kann. Wenn du eine robuste Art suchst, die ökologischen Wert mit einer reichen Ernte verbindet, liegst du hier genau richtig.
Futterstelle für seltene Dickkopffalter und heimisches Beeren-Buffet.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Schlüsselpflanze für zahlreiche Schmetterlinge. Besonders der Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Malven-Dickkopffalter (Spialia sertorius) nutzen die Blüten als Energiequelle. Auch seltene Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) besuchen den Strauch regelmäßig. Neben Faltern profitieren die Honigbiene (Apis mellifera) und die Amerikanische Mauerwespe von dem Angebot. Die dichten, bestachelten Ruten bieten zudem einen sicheren Rückzugsort für Kleinsäuger und Vögel, während die Früchte im Spätsommer eine willkommene Nahrungsergänzung für die lokale Fauna darstellen.
Die Zweifarbige Brombeere wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre kräftigen Stacheln an den Ruten zu schmerzhaften Kratzern führen können. Die Früchte selbst sind essbar und ungiftig. Trage bei der Pflege und Ernte am besten immer feste Gartenhandschuhe, um dich vor Verletzungen zu schützen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.93 m
Standort: Suche dir einen vollsonnigen Platz aus, damit die Früchte ihre volle Süße entwickeln können.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Bedarf an mittlerer Nährstoffmenge) und gedeiht prächtig in normalem, humosem Gartenboden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe mag sie hingegen gar nicht.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Einsetzen ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Schneide die abgetragenen Ruten im späten Winter bodennah ab, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen.
Vermehrung: Sie lässt sich leicht über Absenker oder Stecklinge vermehren, die im feuchten Boden schnell Wurzeln schlagen.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Hundsrose (Rosa canina). Da beide ähnliche Licht- und Bodenansprüche teilen, bilden sie zusammen ein wertvolles Vogelschutzgehölz und eine wichtige Nektarstation für Schmetterlinge.
Die Zweifarbige Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung Rubus. Als indigenes Gewächs – also eine bei uns heimische Art – ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Typisch für ihren Wuchs ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine enge Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die den Strauch bei der Nährstoffaufnahme unterstützt. Man findet sie in der freien Natur oft an sonnigen Waldrändern oder in Heckengesellschaften, wo sie als Pionierpflanze offene Flächen besiedelt.
3 Videos zu Zweifarbige Brombeere



17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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