Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus bifrons
Auch bekannt als: Rubus bifrons
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Arten
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24
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dokumentiert
Auffällig sind bei der Zweifarbigen Brombeere (Rubus bifrons) vor allem die verholzten Ruten und der dichte, strauchartige Wuchs. Als heimischer Wildstrauch ist sie ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da sie spezialisierten Schmetterlingen wie dem Stern-Fleck-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und dem Malven-Dickkopffalter (Spialia orbifer) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die ökologischen Wert mit Robustheit verbindet, liegst du hier genau richtig. Mit einer kompakten Höhe von 0,93 Metern passt sie zudem gut in Gartenbereiche, in denen andere Brombeeren oft zu ausladend werden. Du tust der Insektenwelt einen großen Gefallen, wenn du diesem Rosengewächs einen sonnigen Platz schenkst.
Magnet für Dickkopffalter: Diese heimische Brombeere blüht von Mai bis August.
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Diese Brombeere ist eine wertvolle Futterpflanze für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere der Stern-Fleck-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Malven-Dickkopffalter (Spialia orbifer) und der Heilwurz-Dickkopffalter (Spialia rosae) von ihrem Nektar. Auch verschiedene Perlmuttfalter-Arten wie der Nordische Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder der Moor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) suchen die Blüten zwischen Mai und August auf. Neben den Faltern sind die Honigbiene und die Amerikanische Mauerwespe regelmäßige Besucher. Durch ihren verholzten Wuchs bietet sie zudem sichere Rückzugsorte und Überwinterungsquartiere für viele kleine Gartenbewohner.
Da die Zweifarbige Brombeere mit Stacheln bewehrt ist, wird sie als nicht kindersicher eingestuft und sollte nicht direkt neben Spielflächen gepflanzt werden. Eine Giftgefahr besteht bei Berührung oder Verzehr der Früchte jedoch nicht. Trage bei Schnittmaßnahmen am besten feste Gartenhandschuhe, um dich vor Kratzern durch die wehrhaften Triebe zu schützen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.927 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit der Strauch seine volle Blütenpracht entwickelt.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) mit neutraler bis schwach saurer Reaktion (Reaktion 5) ist ideal.
Wasserbedarf: Halte den Boden frisch (Feuchtewert 4), was einer mäßigen, aber regelmäßigen Feuchtigkeit entspricht.
Pflanzzeit: Setze die Brombeere am besten jetzt im März oder April, alternativ im Herbst vor dem ersten Bodenfrost.
Vorbereitung: Der Boden sollte gut durchlässig sein; bei schweren Böden hilft das Einmischen von etwas Sand.
Pflege: Da die Pflanze verholzt, solltest du abgetragene Ruten im Spätwinter bodennah herausschneiden.
Vermehrung: Die Art breitet sich natürlich über Ausläufer aus, was du zur gezielten Vergrößerung des Bestands nutzen kannst.
Pflanzpartner: Die Hunds-Rose (Rosa canina) ist eine hervorragende Begleiterin, da sie die gleichen Standortansprüche teilt und gemeinsam wertvolle Schutzhecken bildet.
Die Zweifarbige Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch). In der Natur besiedelt sie bevorzugt sonnige Waldränder oder Gebüsche auf frischen, also mäßig feuchten Böden. Als verholzter Strauch erreicht sie eine präzise Wuchshöhe von 0,93 Metern. Botanisch wird sie oft als Archäophyt (eine Art, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen eingestuft und ist laut Roter Liste derzeit nicht gefährdet. Ihre Morphologie ist durch breitblättriges Laub und eine mittlere Nährstoffbedürftigkeit gekennzeichnet.
3 Videos zu Zweifarbige Brombeere



17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →