Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus egregiusculus
Auch bekannt als: Rubus egregiusculus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren Blättern, die stark an die der Haselnuss erinnern, lässt sich die Ausgezeichnete Haselblattbrombeere sofort erkennen. Als heimische Wildart, die auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird, ist sie ein echter Gewinn für deinen Naturgarten. Besonders Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Heilziest-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) profitieren von ihrem Angebot. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück bedrohte Natur direkt an den Gartenzaun. Du tust damit genau das Richtige, um die regionale Artenvielfalt aktiv zu stützen.
Seltener Gast mit wertvoller Fracht: Ein Refugium für gefährdete Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Brombeerart eine lebenswichtige Ressource für spezialisierte Falter. Unter anderem nutzen der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) die Pflanze aktiv. Auch seltenere Arten wie der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) sind auf solche Bestände angewiesen. Die Blüten dienen als Nektarquelle, während das dichte Gestrüpp sicheren Unterschlupf für Kleinsäuger und Nistplätze für Vögel bietet. Im Winter verbleibende Früchte sind eine willkommene Nahrungsergänzung für die heimische Vogelwelt.
Die Ausgezeichnete Haselblattbrombeere ist nicht als kindersicher eingestuft, da sie brombeertypische Stacheln besitzt, die bei unvorsichtiger Berührung zu Kratzern führen können. Die Früchte sind wie bei fast allen heimischen Rubus-Arten essbar und ungiftig. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern in unseren Gärten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne am Tag.
Boden: Ideal ist ein normaler, mittelschwerer Gartenboden (Mittelzehrer).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide sowohl Staunässe als auch völliges Austrocknen.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden; bei saurem Boden kannst du mit Algenkalk nachhelfen.
Pflanzzeit: Setze die Brombeere im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da Brombeeren am zweijährigen Holz fruchten, schneide abgeerntete Ruten im Spätwinter bodennah zurück.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich meist selbst über Absenker, wenn die Triebspitzen den Boden berühren.
Pflanzpartner: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine gute Nachbarin, da sie ähnliche Lichtansprüche hat und die Fläche am Boden ökologisch ergänzt.
Die Ausgezeichnete Haselblattbrombeere (Rubus egregiusculus) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland indigen (einheimisch). Sie besiedelt bevorzugt mäßig warme Standorte und kommt natürlicherweise an Waldrändern oder in Gebüschen vor. Charakteristisch ist ihre Wuchsform als Strauch, wobei sie kalkhaltige und basische (alkalische) Böden bevorzugt. Als Archäophyt oder indigen eingestufte Art ist sie perfekt an unsere klimatischen Bedingungen angepasst und ökologisch tief vernetzt.
1 Video zu Ausgezeichnete Haselblattbrombeere

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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