Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus latiarcuatus
Auch bekannt als: Rubus latiarcuatus
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Arten
interagieren
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dokumentiert
An ihren charakteristisch weit ausladenden, bogig überhängenden Trieben lässt sich die Breitbogige Brombeere (Rubus latiarcuatus) sofort erkennen. Diese heimische Wildart ist im Garten weit mehr als nur ein Beerenstrauch; sie ist ein wertvoller Baustein für den Artenschutz, da sie auf der Vorwarnliste der bedrohten Pflanzen steht. Besonders für spezialisierte Schmetterlinge wie den Roten Würfelfalter (Spialia sertorius) oder den Südlichen Würfelfalter (Spialia orbifer) bietet sie eine überlebenswichtige Nahrungsquelle. Wenn du diese Brombeere bei dir ansiedelst, schaffst du ein echtes Refugium für seltene Insektenarten. Mit ihrer Robustheit zeigst du, dass ökologische Verantwortung und Gartenfreude perfekt zusammenpassen.
Seltene Wildbrombeere: Ein sicherer Hafen für gefährdete Würfelfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Brombeere eine zentrale Lebensgrundlage für seltene Falterarten. Besonders die Gruppe der Würfelfalter, wie der Rote Würfelfalter (Spialia sertorius) und der Malven-Dickkopffalter (Spialia orbifer), nutzt die Blüten intensiv. Auch Perlmuttfalter wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) profitieren von dem Nektarangebot. Die dichten, stacheligen Triebe bieten zudem sichere Brutplätze für Vögel. Da sie ein Mittelzehrer auf frischen Böden ist, fügt sie sich perfekt in natürliche Heckenstrukturen ein. Ihr Status auf der Vorwarnliste unterstreicht, dass jeder Strauch im Garten einen Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität leistet.
Die Breitbogige Brombeere (Rubus latiarcuatus) ist aufgrund ihrer kräftigen Stacheln als nicht kindersicher eingestuft; der Kontakt kann zu Hautverletzungen führen. Die Früchte sind wie bei anderen heimischen Brombeeren essbar und ungiftig. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Beerensträuchern, wenn man auf die typische Wuchsform und die Blätter achtet. Pflanze sie am besten in Randbereiche, wo keine spielenden Kinder direkt damit in Kontakt kommen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze kräftig blüht und die Insekten die nötige Wärme finden.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal; die Pflanze ist wenig anspruchsvoll, solange der Nährstoffgehalt ausgewogen ist.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht). Vermeide Staunässe, aber lass den Wurzelballen im Sommer nicht völlig austrocknen.
Pflanzzeit: Setze die Brombeere am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Pflanzabstand: Plane mindestens 1,5 bis 2 Meter Platz ein, da die Triebe weit ausladen.
Pflege: Schneide zweijährige Ruten nach der Fruchtbildung bodennah ab, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Sicherheit: Trage bei der Pflege Handschuhe, da die Pflanze wehrhafte Stacheln besitzt.
Gute Partnerin: Die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium) – sie nutzt die Brombeertriebe als natürliche Kletterhilfe in einer ökologisch stimmigen Gemeinschaft.
Die Breitbogige Brombeere (Rubus latiarcuatus) gehört zur großen Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine in Deutschland heimische, indigene Art. Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich über sonnige Waldränder und Gebüschformationen auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren speziellen Wuchs aus, bei dem die Triebe in weiten Bögen zum Boden zurückkehren. Als Archäophyt (Pflanze, die vor der Entdeckung Amerikas bei uns heimisch wurde) ist sie tief im mitteleuropäischen Ökosystem verwurzelt und eng mit der lokalen Tierwelt verzahnt.
3 Videos zu Breitbogige Brombeere



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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