Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus pallidifolius
Auch bekannt als: Rubus pallidifolius
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren blassen Blättern und dem typischen bogigen Wuchs lässt sich die Blassblättrige Brombeere (Rubus pallidifolius) sofort erkennen. Diese heimische Wildpflanze ist ein stiller Held für den Naturgarten, da sie auf der Roten Liste steht und somit als gefährdet gilt. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) finden hier eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Mit ihrer Vorliebe für eher kühle Lagen bringt sie ökologische Vielfalt in Bereiche, in denen andere Sträucher oft aufgeben. Wenn Sie einen Beitrag zum Erhalt einer seltenen heimischen Art leisten wollen, ist dieser Strauch die richtige Wahl für Sie.
Seltene Wildart: Ein sicherer Hafen für gefährdete Würfel-Dickkopffalter.
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Diese Brombeerart ist nach aktuellen Bestäubungsdaten eine unverzichtbare Tankstelle für eine Vielzahl gefährdeter Schmetterlinge. Besonders die Würfel-Dickkopffalter, darunter der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Südliche Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) und die seltene Art Spialia rosae, sind auf diese Blüten angewiesen. In höheren oder nördlichen Lagen profitieren zudem Perlmuttfalter wie der Polare Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) vom Nektarangebot. Da die Pflanze Früchte bildet, bietet sie im Spätsommer zudem Nahrung für heimische Singvögel. Ihr Status auf der Roten Liste unterstreicht ihre Bedeutung für die regionale Biodiversität.
Die Blassblättrige Brombeere ist nicht als kindersicher eingestuft, da ihre Stacheln zu schmerzhaften Kratzern führen können. Die Pflanze selbst ist jedoch nicht giftig; ihre Früchte sind, wie bei Brombeeren üblich, für den Menschen genießbar. Eine Verwechslung mit giftigen Beerensträuchern ist für erfahrene Gärtner aufgrund der typischen Wuchsform und Blattstruktur nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wählen Sie einen sonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), damit die Pflanze ausreichend Energie für die Blütenbildung hat.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Ellenberg 4) sein; vermeiden Sie jedoch Staunässe.
Bodenqualität: Als Mittelzehrer (normaler Gartenboden) benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger, ein neutraler bis schwach saurer Boden ist ideal.
Pflanzzeit: Setzen Sie die Jungpflanzen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Platzbedarf: Planen Sie ausreichend Raum ein, da Brombeeren einen ausladenden Wuchs zeigen.
Pflege: Schneiden Sie abgeerntete Ruten im Spätwinter bodennah zurück, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Sicherheit: Aufgrund ihrer Stacheln ist die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft.
Gute Partnerin: Die Hasel (Corylus avellana) eignet sich hervorragend als Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an frische Standorte stellt und zusammen eine wertvolle Wildhecke bildet.
Die Blassblättrige Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wird als Indigen oder Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 heimisch war) eingestuft. In Mitteleuropa besiedelt sie bevorzugt kühlere, oft nördlich oder alpin geprägte Standorte, was sie von vielen wärmeliebenden Verwandten unterscheidet. Sie wächst als ausdauernder Strauch und zeigt morphologisch die typischen Merkmale der Gattung Rubus, wobei die blasse Blattunterseite ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist. Ökologisch ist sie fest im Netzwerk der AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) verankert.
3 Videos zu Blassblättrige Brombeere



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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