Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus pruinosus
Auch bekannt als: Rubus pruinosus
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An ihren charakteristischen, bläulich-weiß bereiften Trieben und den namensgebenden, an Haselnuss erinnernden Blättern lässt sich die Bereifte Haselblattbrombeere (Rubus pruinosus) sofort erkennen. Sie ist ein wertvoller Bestandteil für naturnahe Gärten, da sie als wichtige Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge dient. Besonders Arten wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) profitieren von ihrem Vorkommen. Mit ihrer geringen Wuchshöhe passt sie wunderbar in kleine Gartenbereiche, in denen du gezielt den Artenschutz fördern möchtest, ohne dass die Pflanze den Rahmen sprengt.
Kompakter Schmetterlingsmagnet: Mit nur 41 Zentimetern ein Riese für Falter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Brombeere ist eine wertvolle Ressource für die heimische Schmetterlingsfauna. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient sie als Nahrungsquelle für Dickkopffalter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), den Rosenvilla-Würfel-Dickkopffalter (Spialia rosae) und den Westlichen Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer). Auch Perlmuttfalter-Arten wie der Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Hochmoorgelbling-Perlmuttfalter (Boloria frigga) nutzen diese Pflanze. Da sie im Juli blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im sommerlichen Nahrungsangebot für Insekten der Krautschicht (niedrige Pflanzenzone).
Die Bereifte Haselblattbrombeere wird als nicht kindersicher eingestuft, was primär an den brombeertypischen Stacheln liegt. Diese können bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Kratzern führen. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze in Bereichen zu setzen, in denen nicht direkt getobt wird. Eine Giftwirkung ist nicht bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.405 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz für die Pflanzung.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch sein, also eine mäßige Feuchtigkeit halten, aber gut durchlässig sein.
Ellenberg Nährstoffe 5: Ein normaler, mäßig nährstoffreicher Gartenboden ist ideal.
Wuchshöhe beachten: Die Pflanze erreicht eine sehr kompakte Höhe von genau 0,41 m.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Sträucher am besten zwischen März und Mai.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November ist die Pflanzung ebenfalls möglich, solange der Boden offen ist.
Pflege: Aufgrund des niedrigen Wuchses ist kaum ein Rückschnitt erforderlich; lasse alte Triebe für Insekten über Winter stehen.
Gute Partnerin: Die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) – sie teilt den Sonnenhunger und ergänzt das ökologische Angebot für Bestäuber perfekt.
Die Bereifte Haselblattbrombeere (Rubus pruinosus) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt sie natürlicherweise vollsonnige Standorte auf mäßig feuchten, neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren verholzten, strauchartigen Wuchs aus, bleibt aber im Vergleich zu anderen Brombeeren auffallend niedrig. Sie geht eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (nützliche Bodenpilze zur Nährstoffaufnahme) ein.
1 Video zu Bereifte Haselblattbrombeere

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →