Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus silvae-bavaricae
Auch bekannt als: Rubus silvae-bavaricae
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Mit ihren typisch bogig überhängenden Trieben und den wechselständigen, gefiederten Blättern verrät sich die Bayerwald-Brombeere (Rubus silvae-bavaricae) sofort als klassischer Vertreter ihrer Gattung. Diese heimische Wildart ist für Deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie auf der Roten Liste steht und spezialisierten Faltern wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder dem Gelbgefleckten Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) eine lebenswichtige Nahrungsgrundlage bietet. Als Gärtner leistest Du mit dieser Pflanze einen aktiven Beitrag zum regionalen Artenschutz. Wenn Du ihr ein Plätzchen am Waldrand oder in einer naturnahen Hecke gönnst, wirst Du schnell merken, wie viel Leben sie in Deinen Garten bringt. Hol Dir diesen seltenen heimischen Wildstrauch nach Hause und schütze ein Stück bayerische Natur.
Rote-Liste-Schatz: Die lebenswichtige Tankstelle für seltene Dickkopffalter.
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Diese Brombeerart ist eine wertvolle Tankstelle für seltene Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Gelbgefleckte Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) von ihrem Nektarangebot. Auch weitere Arten wie der Zitronenfalter-ähnliche Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder Perlmuttfalter wie Boloria freija nutzen die Blüten intensiv. Neben dem Nektar bietet das dichte, dornige Gestrüpp einen unverzichtbaren Schutzraum und Brutplatz für heimische Singvögel. Im Spätsommer reifen die Früchte, die eine wichtige energiereiche Nahrung für Vögel und kleine Säugetiere darstellen, bevor der Winter einbricht.
Die Bayerwald-Brombeere wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre Triebe mit scharfen Stacheln bewehrt sind, die zu Kratzern führen können. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze nicht direkt an Spielbereichen oder schmalen Durchgangswegen zu setzen. Giftig ist die Pflanze nicht; ihre Früchte können wie bei anderen Brombeerarten bedenkenlos verzehrt werden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Pflanze die Bayerwald-Brombeere im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Wähle einen Standort im Halbschatten oder an einem sonnigen Waldrand mit humosem Boden.
Achte auf einen Pflanzabstand von mindestens 1,5 Metern, damit sich die ausladenden Triebe gut entfalten können.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, solltest Du auf mineralische Kunstdünger verzichten, um die Pilzpartner im Boden zu schonen.
Eine Mulchschicht aus organischem Material wie Laub hilft, die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig zu halten.
Schneide im späten Winter lediglich die zweijährigen Ruten bodennah ab, die im Vorjahr gefruchtet haben.
Eine zusätzliche Bewässerung ist nur in extremen Trockenperioden notwendig, sobald die Pflanze gut angewurzelt ist.
Gute Partnerin: Die Hainbuche (Carpinus betulus) — sie dient als natürliches Gerüst und teilt den Lebensraum am Waldrand.
Die Bayerwald-Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wird innerhalb der Gattung Rubus als indigen (einheimisch) eingestuft. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Deutschland, wo sie bevorzugt an Waldrändern und in Gebüschen wächst. Eine Besonderheit ist ihre Symbiose mit Bodenpilzen, die sogenannte AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhiza), bei der der Pilz die Pflanze mit Nährstoffen versorgt und im Gegenzug Kohlenhydrate erhält. Morphologisch erkennt man sie an den bewehrten Sprossachsen, die typisch für Brombeeren sind, aber spezifische Merkmale der bayerischen Wildpopulationen aufweisen. Da sie in der Roten Liste Deutschlands (D) geführt wird, ist ihr Erhalt in der Kultur ökologisch hochgradig relevant.
3 Videos zu Bayerwald-Brombeere



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →