Bild folgtKI-generierte IllustrationSalvia verticillata
Auch bekannt als: Quirlblütiger Salbei, Quirlblütige Salbei
28
Arten
interagieren
215
Interaktionen
dokumentiert
An den charakteristischen Blütenquirlen, die in Etagen am Stängel angeordnet sind, lässt sich der Quirl-Salbei (Salvia verticillata) sofort erkennen. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Wiesensalbei sind seine violetten Blüten kleiner, stehen aber in dichten Kränzen beieinander. Für deinen Naturgarten ist er ein Gewinn, da er besonders für Hummeln mit langem Rüssel eine wichtige Futterquelle darstellt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen ihn unter anderem die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) und der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) gerne an. Wenn du ihm einen sonnigen Platz gibst, bedankt er sich mit einer monatelangen Blütezeit. Probiere es aus, er ist eine sehr verlässliche Staude für unsere Region.
Etagen-Buffet für Waldhummel und Schwalbenschwanz von Juni bis September.
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Diese Pflanze ist ein Magnet für eine Vielzahl von Bestäubern. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung für die Waldhummel (Bombus sylvarum), die gezielt die tiefen Kelche der Blüten besucht. Auch Tagfalter wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzen das reiche Nektarangebot von Juni bis September intensiv. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird die Art zudem regelmäßig von der Honigbiene (Apis mellifera) angeflogen. Die verblühten Samenstände solltest du über den Winter unbedingt stehen lassen, da sie vielen Insekten als schützendes Winterquartier in den hohlen Stängeln dienen.
Der Quirl-Salbei ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft, weshalb er nicht direkt an Spielbereichen stehen sollte. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze ist ein harmloser Lippenblütler, der im Gegensatz zum Echten Salbei lediglich keine kulinarische Verwendung in der Küche findet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
In deinem Garten wünscht sich der Quirl-Salbei einen vollsonnigen Platz auf normalem bis trockenem Boden. Er zählt zu den Mittelzehrern (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf), was bedeutet, dass ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung völlig ausreicht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Er kommt mit Trockenperioden sehr gut zurecht und benötigt im Sommer kaum zusätzliche Wassergaben.
Damit er über Jahre vital bleibt, kannst du die verblühten Stängel im Spätsommer zurückschneiden, was oft eine zweite Blüte fördert.
Die Vermehrung klappt gut über Aussaat oder Teilung des Wurzelstocks.
Als Pflanzpartner empfehle ich dir die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium).
Beide teilen sich gerne trockene Standorte und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend, da sie unterschiedliche Insektengruppen ansprechen und ähnliche Bodenansprüche haben.
Der Quirl-Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt trockene Standorte und kommt oft an Wegrändern oder auf Magerwiesen vor. Typisch für ihn sind die behaarten, herzförmigen Blätter und der aufrechte Wuchs. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 80 Zentimetern fügt er sich harmonisch in sommerliche Staudenpflanzungen ein, wobei die namensgebenden Etagen-Blütenstände ein klares Erkennungsmerkmal der Gattung darstellen.
2 Videos zu Quirl-Salbei


27 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →