Bild folgtKI-generierte IllustrationScolymus hispanicus
Auch bekannt als: Spanische Golddistel
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
29
Arten
interagieren
195
Interaktionen
dokumentiert
An ihren goldgelben Korbblüten und den tief geschlitzten, dornig bewehrten Blättern lässt sich die Spanische Golddistel (Scolymus hispanicus) sofort erkennen. Diese markante Art ist eine wunderbare Ergänzung für sonnige Trockenbeete, da sie mit wenig Wasser auskommt und eine architektonische Struktur in die Bepflanzung bringt. Als Korbblütler (Asteraceae) stellt sie eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Insekten dar, die den Nektar der flachen Blütenstände schätzen. Durch ihr leichtes Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von etwa 3,0757 mg verbreitet sie sich unkompliziert über den Wind im Garten. Mit dieser Pflanze holst du dir einen robusten Spezialisten für magere Standorte nach Hause, der auch heiße Sommer problemlos übersteht.
Goldgelber Überlebenskünstler: Die 0,58 m hohe Distel trotzt jeder Hitzewelle.
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Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, sind Korbblütler generell eine essenzielle Nahrungsquelle für viele Blütenbesucher. Die flachen Blütenkörbe machen den Nektar auch für Insekten mit kurzen Mundwerkzeugen leicht erreichbar. Da die Samen mit 3,0757 mg sehr leicht sind, dient die Pflanze als Beispiel für die Windausbreitung im Garten-Ökosystem. Im Winter bieten die verblühten Köpfe zudem eine wichtige Struktur für überwinternde Kleinstlebewesen. Durch die Wahl solcher trockenheitsresistenten Arten unterstützt du die Artenvielfalt auch unter den Bedingungen des Klimawandels, indem du ein stabiles Nahrungsangebot auf kargen Böden schaffst.
Die Spanische Golddistel gilt als nicht kindersicher. Der Grund dafür ist die starke dornige Bewehrung der Blätter und Stängel, die bei Berührung zu schmerzhaften Stichen führen kann. Platziere sie daher am besten im hinteren Bereich deiner Beete, abseits von Laufwegen oder Spielflächen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.585 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direktem Sonnenlicht täglich.
Boden: Der Untergrund muss durchlässig und eher nährstoffarm sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Pflanzzeit: Setze die Distel im Frühjahr, idealerweise im April oder Mai, in die Erde.
Wuchshöhe: Plane bei der Pflanzung ausreichend Platz ein, da sie genau 0.58 m hoch wird.
Gießen: Nur in der ersten Zeit nach der Pflanzung wässern, danach reicht die natürliche Feuchtigkeit meist völlig aus.
Vermehrung: Die leichten Samen (3,0757 mg) sorgen bei offenen Bodenstellen eigenständig für eine natürliche Ausbreitung.
Rückschnitt: Lasse die vertrockneten Stängel bis zum Frühjahr stehen, um die Struktur im Winter zu erhalten.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) oder die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria), da sie dieselben trockenen und warmen Bedingungen bevorzugen.
Die Spanische Golddistel (Scolymus hispanicus) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, findet sie in Mitteleuropa vor allem an Xerothermstandorten (extrem trockene und warme Plätze) sowie auf Ruderalflächen (unbebautes Ödland) optimale Bedingungen. Die Pflanze wächst rein krautig, bildet also kein Holz, und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.58 m. Charakteristisch sind ihre breitblättrigen, dornig gezähnten Blätter, die als wirksamer Schutz gegen Fraßfeinde dienen.
1 Video zu Spanische Golddistel

20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →