Bild folgtKI-generierte IllustrationScorzonera humilis
Auch bekannt als: Kleine Schwarzwurzel
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Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Niedrige Schwarzwurzel (Scorzonera humilis) durch ihre leuchtend hellgelben Zungenblüten, die einzeln auf aufrechten, meist blattlosen Stängeln stehen. Die schmalen, lanzettlichen Blätter bilden eine bodennahe Rosette und erinnern fast an ein kräftiges Gras. Da diese Art auf der Roten Liste 3 (gefährdet) steht, leistest du mit ihrer Pflanzung einen direkten Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie ist eine ideale Wahl für deine sonnigen Gartenbereiche mit nährstoffarmen Böden. Wenn du ihr einen dauerhaften Platz bietest, sicherst du das Überleben einer spezialisierten Pflanze, die in der freien Natur immer seltener wird. Schau genau hin, wie sie im Frühsommer ihre eleganten Blütenköpfe der Sonne entgegenstreckt.
Rote-Liste-Schönheit: Schütze eine seltene Wildpflanze in deinem Garten.
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Die Niedrige Schwarzwurzel ist eine wertvolle Ergänzung für den Naturgarten, da sie als Rote-Liste-Art (Stufe 3: gefährdet) eine hohe Schutzpriorität genießt. Durch ihre Anpflanzung schaffst du ein Refugium für eine Art, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Platz findet. Als indigene (einheimische) Pflanze ist sie perfekt in das lokale Ökosystem integriert. Auch wenn spezifische Bestäubungsdaten für diese Art oft spärlich sind, dienen Korbblütler generell als wichtige Anlaufstellen für die heimische Insektenwelt. Durch ihre Mykorrhizierung (Zusammenleben mit Bodenpilzen) verbessert sie zudem die Bodenstruktur und fördert ein gesundes Mikroklima unter der Erde. Sie ist ein Spezialist, der besonders dort glänzt, wo andere Pflanzen aufgrund von Nährstoffmangel aufgeben.
Die Niedrige Schwarzwurzel ist nicht kindersicher und sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten in unseren Gärten, dennoch ist sie nicht mit der essbaren Garten-Schwarzwurzel zu verwechseln. Ein vorsichtiger Umgang ist ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.26 m
Wähle für diese Schönheit einen vollsonnigen Standort in deinem Garten. Der Boden sollte unbedingt mager sein (Schwachzehrer), da die Pflanze empfindlich auf zu viele Nährstoffe reagiert; verzichte also komplett auf Dünger. Die Bodenfeuchte sollte 'frisch' (Mäßig feucht) sein, was bedeutet, dass die Erde nie ganz austrocknen, aber auch keine Staunässe bilden darf.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Lockere den Boden tiefgründig auf, damit die Pfahlwurzel ungehindert wachsen kann.
Da sie Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, Symbiose mit Pilzen) benötigt, ist ein gesunder, ungestörter Boden wichtig.
Vermehren lässt sie sich am besten durch Aussaat im Herbst direkt an Ort und Stelle.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze im Winter einfach stehen.
Als ideale Begleitpflanze empfehle ich das Echte Labkraut (Galium verum). Beide teilen die Vorliebe für nährstoffarme Sonnenstandorte und ergänzen sich optisch durch ihre feinen Texturen und gelben Blütenfarben perfekt in einer heimischen Magerwiese.
Die Niedrige Schwarzwurzel (Scorzonera humilis) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) und in Mitteleuropa indigen (einheimisch). Ihr natürliches Vorkommen erstreckt sich über lichte Wälder und Moore, wobei sie bevorzugt auf kalkarmen, mageren Böden wächst. Ein typisches Merkmal ist die dicke, tiefreichende Pfahlwurzel mit ihrer charakteristischen schwarzen Rinde, die der Pflanze auch in trockenen Phasen Stabilität verleiht. Im Gegensatz zu ihrer großen Schwester, der Garten-Schwarzwurzel, erreicht sie lediglich Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimetern. Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) ein, die ihren Nährstoffhaushalt unterstützt.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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