Bild folgtKI-generierte IllustrationSelinum dubium
Auch bekannt als: Selinum dubium
35
Arten
interagieren
52
Interaktionen
dokumentiert
An ihren fein gefiederten Blättern und den grazilen, weißen Dolden lässt sich die Brenndolden-Silge sofort erkennen. Diese seltene Wildpflanze ist ein echter Geheimtipp für deinen Garten, da sie in der freien Natur bereits stark gefährdet ist und auf der Roten Liste steht. Als wertvolle Futterquelle lockt sie spezialisierte Bestäuber wie den prächtigen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und verschiedene Schwebfliegen an. Durch die Ansiedlung in deinem Garten leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland und Österreich. Du wirst schnell merken, wie dieses heimische Gewächs mit seiner schlichten Eleganz Ruhe in deine Pflanzungen bringt.
Rote-Liste-Rarität: Hol dir den Schwalbenschwanz in deinen Garten.
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Für die Insektenwelt ist die Brenndolden-Silge eine lebenswichtige Tankstelle. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen vor allem Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) die offenen Blüten an, um Nektar und Pollen zu sammeln. Besonders hervorzuheben ist ihre Bedeutung für Ritterfalter: Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt die Pflanze gezielt zur Nektarsuche. Auch selteneren Arten wie der Gebirgsschwebfliege (Eupeodes latifasciatus) bietet sie eine verlässliche Nahrungsgrundlage. Da die Art in der Natur mit der Gefährdungsstufe 2 gelistet ist, fungiert dein Garten hier als wichtiges Trittsteinbiotop.
Bitte beachte, dass die Brenndolden-Silge als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Doldenblütlern kann der Kontakt mit dem Pflanzensaft bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen. Sie sollte daher nicht in die unmittelbare Nähe von Kinderspielflächen gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Die Brenndolden-Silge ist im Garten überraschend unkompliziert, wenn der Standort passt:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus.
Boden: Sie bevorzugt einen normalen Gartenboden (Mittelzehrer), der weder zu mager noch übermäßig gedüngt ist.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein. Staunässe mag sie nicht, aber austrocknen sollte die Erde auch nicht vollständig.
Pflanzzeit: Am besten setzt du sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da sie eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, solltest du auf mineralische Kunstdünger verzichten, um das Bodenleben nicht zu stören.
Kombinationsempfehlung: Ein wunderbarer Partner ist der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis). Beide Arten kommen in ähnlichen Wiesengesellschaften vor und ergänzen sich optisch durch den Kontrast zwischen den weißen Dolden der Silge und den dunklen Knöpfen des Wiesenknopfs.
Die Brenndolden-Silge (Selinum dubium) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist eine indigene Art, die in Mitteleuropa heimisch ist. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst wechselfeuchte Wiesen, wobei sie heute aufgrund von Lebensraumverlust sehr selten geworden ist. Botanisch zeichnet sie sich durch ihren aufrechten Wuchs und die charakteristischen Doppeldolden aus. Eine Besonderheit ist ihre Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die ihr bei der Nährstoffaufnahme im Boden helfen.
35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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