Bild folgtKI-generierte IllustrationSenecio vernalis
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Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren leuchtend gelben Blütenkörbchen und den oft spinnwebartig behaarten Blättern fällt das Frühlings-Greiskraut (Senecio vernalis) sofort auf. Obwohl es ursprünglich als Neophyt (eine bei uns neu etablierte Pflanzenart) eingewandert ist, hat es sich als wertvolle Ergänzung in der heimischen Natur bewährt. Besonders Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) oder die Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens) steuern die Blüten gezielt an. In deinem Garten kannst du mit dieser Pflanze eine Lücke füllen, die bis in den späten Herbst hinein Farbe und Leben bietet. Du wirst staunen, wie viele spezialisierte Insekten sich auf dieser scheinbar schlichten Art einfinden.
Ein gelber Ausdauer-Blüher und wichtige Station für den Jakobskrautbär.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Frühlings-Greiskraut eine wichtige Futterpflanze für spezialisierte Insektengruppen. Neben der Rotbeinigem Furchenbiene (Halictus rubicundus) besuchen auch die Gelbfleckige Wespenbiene (Nomada flavoguttata) und die Getrennte Wespenbiene (Nomada zonata) die gelben Blüten. Eine ganz besondere Beziehung pflegt die Pflanze zum Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae) – einem auffälligen Falter, dessen Raupen auf Greiskräuter angewiesen sind. Da die Blütezeit von Mai bis November reicht, bietet sie Nahrung in Zeiten, in denen viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Die Samen dienen zudem über den Winter als Energiereserve für verschiedene Vogelarten.
Achtung: Das Frühlings-Greiskraut ist nicht kindersicher. Die gesamte Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide (natürliche Giftstoffe zum Schutz vor Fraß), die bei Verzehr die Leber schädigen können. Achte darauf, sie nicht mit essbaren Wildkräutern zu verwechseln und wasche dir nach Kontakt mit dem Pflanzensaft gründlich die Hände.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Nov
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Art sehr lichtbedürftig ist.
Boden: Ideal ist ein eher lockerer, sandiger und gern nährstoffreicher Boden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da die Art meist einjährig ist, solltest du sie nach der Blüte nicht sofort zurückschneiden, damit sie sich versamen kann.
Gießen: Nur bei extremer Trockenheit nötig; die Pflanze ist recht robust gegenüber Wassermangel.
Vermehrung: Sie erfolgt unkompliziert über die flugfähigen Samen mit ihrem Haarkranz.
Sicherheit: Trage beim Umgang Handschuhe, da die Inhaltsstoffe bei Hautkontakt reizen können.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Gewöhnliche Natterkopf (Echium vulgare). Beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige, trockene Standorte und ergänzen sich ideal als Nahrungsquelle für Insekten wie die Getrennte Wespenbiene (Nomada zonata).
Das Frühlings-Greiskraut (Senecio vernalis) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Ursprünglich aus Osteuropa und Westasien stammend, hat es sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Es besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen beeinflusste Rohböden wie Baustellen oder Schuttplätze) sowie Wegränder. Die Pflanze wächst meist einjährig bis winterannuell und zeichnet sich durch ihre fiederspaltigen Blätter aus, die besonders im Austrieb weißlich-wollig behaart sind.
3 Videos zu Frühlings-Greiskraut



15 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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