Bild folgtKI-generierte IllustrationSeseli montanum subsp. montanum
Auch bekannt als: Seseli montanum subsp. montanum
35
Arten
interagieren
53
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Berg-Sesel an seinen fein gefiederten, fast fadenförmigen Blättern und den zierlichen weißen Doldenblüten, die wie kleine Schirme genau 0,32 Meter über dem Boden schweben. Diese seltene Pflanze ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da sie in der freien Natur vom Aussterben bedroht ist. Besonders der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt die Pflanze gerne als Nektarquelle und Eiablageplatz. Auch nützliche Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) finden hier reichlich Nahrung. Wenn du einen sonnigen, kargen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Art aktiv zum Artenschutz beitragen und holst dir einen echten Spezialisten in dein grünes Reich.
Rote-Liste-Art und Kinderstube für den prächtigen Schwalbenschwanz.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Berg-Sesel eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Insekten. Besonders auffällig ist der Besuch des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon), der die Dolden zur Nektaraufnahme nutzt. Zudem profitieren verschiedene Schwebfliegenarten wie die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Späte Großstirnschwebfliege (Eupeodes corollae) von dem leicht zugänglichen Pollenangebot. Die leichten Samen, die nur etwa 1,162 Milligramm wiegen, dienen im Winter als winzige Futterportionen für kleine Singvögel. Da die Art auf der Roten Liste mit der Stufe 1 (vom Aussterben bedroht) geführt wird, ist jedes Exemplar im Garten ein wertvoller Trittstein für den regionalen Biotopverbund.
Der Berg-Sesel wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du beim Umgang mit der Pflanze, etwa beim Rückschnitt, vorsichtshalber Handschuhe tragen solltest. Wie bei vielen Doldenblütlern können die Inhaltsstoffe bei empfindlicher Haut in Kombination mit Sonnenlicht Hautreizungen auslösen. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.321 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Boden: Der Untergrund muss trocken (Feuchtezahl 3) und sehr nährstoffarm sein – ein typischer Schwachzehrer für magere Beete.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionszahl 8); mische bei Bedarf etwas Kalkgrus unter.
Pflanzzeit: Setze den Berg-Sesel am besten im Frühling (April-Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Bodenvorbereitung: Sorge für eine gute Drainage aus Sand oder feinem Kies, um Staunässe unbedingt zu vermeiden.
Pflege: Da die Pflanze nicht verholzt, kannst du die vertrockneten Stängel im Spätwinter bodennah einkürzen.
Vermehrung: Die leichten Samen verbreiten sich durch den Wind; lass die Dolden für die Selbstaussaat lange stehen.
Pflanzpartner: Die Berg-Aster (Aster amellus) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen kalkreichen Magerstandorte bevorzugt.
Der Berg-Sesel (Seseli montanum subsp. montanum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) innerhalb der Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales). Er ist in Deutschland indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkreiche Felsfluren. Die Pflanze wächst als ausdauerndes Kraut und erreicht eine charakteristische Wuchshöhe von 0,32 Metern. Mit seinem mäßig warmen Temperaturbedarf ist er perfekt an sonnige Hanglagen angepasst.
2 Videos zu Berg-Sesel


35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →