Bild folgtKI-generierte IllustrationSherardia arvensis
17
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
An ihren sternförmigen, zart-lilafarbenen Blüten und den quirlständigen Blättern (Blätter, die kreisförmig auf einer Ebene um den Stängel angeordnet sind) lässt sich die Ackerröte sofort erkennen. Dieses zierliche Ackerwildkraut ist ein echtes Juwel für den Naturgarten, da es in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Platz findet und bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. Besonders die Honigbiene und der Heufalter (Colias hyale) schätzen das Nektarangebot bis weit in den Herbst hinein. Mit ihr holst du dir ein Stück gefährdete Vielfalt direkt an den Beetrand oder in die Pflasterfugen. Schau mal genau hin, die filigranen Details dieser kleinen Pflanze werden dich begeistern.
Zierlicher Überlebenskünstler: Sichert dem Heufalter den Nektar bis in den Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Ackerröte eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Insekten. Besonders die Schlupfwespe Diphyus quadripunctorius und die Honigbiene besuchen die kleinen Blüten regelmäßig. Auch Schmetterlinge wie der Heufalter (Colias hyale) nutzen das Nektarangebot in der langen Blütezeit von Juni bis Oktober. Da die Pflanze in der freien Landschaft seltener wird, bietet dein Garten einen wichtigen Rückzugsort. Die leichten Samen (1.646 mg) dienen zudem als Winternahrung für Vögel, wenn sie über die kalten Monate an den vertrockneten Stängeln stehen gelassen werden.
In Bezug auf die Gartensicherheit ist die Ackerröte als nicht kindersicher eingestuft. Da sie raue, borstige Blattränder besitzt, kann sie bei sehr empfindlicher Haut leichte Reizungen hervorrufen. Es empfiehlt sich, die Pflanze eher als Beobachtungsobjekt am Wegrand statt in direkten Spielbereichen für Kleinkinder zu platzieren. Akute Vergiftungsgefahren sind jedoch nicht bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.114 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Sonne tanken: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), damit die Ackerröte ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Bodenbeschaffenheit: Ein kalkhaltiger bis basischer Boden (Reaktion 7) ist ideal; die Pflanze liebt ein mineralisches Substrat.
Nährstoffbedarf: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngergaben ist völlig ausreichend.
Feuchtigkeit: Halte das Erdreich frisch (mäßig feucht, Feuchte 4), achte aber auf einen guten Wasserabfluss.
Wuchshöhe: Mit genau 0.11 m bleibt sie sehr niedrig und sollte nicht von größeren Nachbarn überwachsen werden.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen oder säe im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) aus.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre leichten Samen (Diasporen) durch den Wind oder Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Die Saat-Wucherblume (Glebionis segetum) — beide sind klassische Ackerwildkräuter und ergänzen sich optisch sowie ökologisch am sonnigen Beetrand hervorragend.
Die Ackerröte (Sherardia arvensis) ist der einzige Vertreter ihrer Gattung innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Äcker und nährstoffreiche Brachen. Morphologisch zeichnet sie sich durch vierkantige Stängel und raue, borstig behaarte Blattränder aus, die typisch für viele Labkräuter sind. Trotz ihrer zierlichen Gestalt ist sie durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) bestens vernetzt.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →