Bild folgtKI-generierte IllustrationSilaum silaus
Auch bekannt als: Gewöhnliche Wiesensilge, Wiesensilge, Silau, Rosskümmel
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
An den schwefelgelben Doldenblüten und den fein fiederteiligen, dunkelgrünen Blättern lässt sich die Wiesen-Silau (Silaum silaus) sofort erkennen. Sie ist eine elegante Erscheinung für feuchte Wiesenstandorte und im Garten besonders wertvoll, da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. Von ihrem Nektarangebot profitieren spezialisierte Insekten wie die Gredlers Maskenbiene (Hylaeus gredleri) und die Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum). Wenn du einen eher mageren, sonnigen Platz hast, ist sie ein echtes Highlight für den Naturschutz. Hol dir dieses Stück bedrohte Naturwiese direkt an deine Terrasse.
Seltene Wiesen-Schönheit: Ein Paradies für Maskenbienen und Schmalbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wiesen-Silau eine wichtige Futterquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Gredlers Maskenbiene (Hylaeus gredleri) und die Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum). Auch verschiedene Blattwespenarten, darunter Athalia circularis und Tenthredo notha, besuchen die leicht zugänglichen Blüten regelmäßig. Selbst die Rasenameise (Tetramorium caespitum) nutzt das Nektarangebot der flachen Dolden. Da die Pflanze als gefährdet (Rote Liste V) eingestuft ist, dient sie im Garten als wichtige Arche-Art. Ihre Samenstände bieten im Winter zwar keine großen Energiemengen für Vögel, sind aber als Strukturgeber für die Überwinterung von Kleinstlebewesen unverzichtbar.
Die Wiesen-Silau wird als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher außerhalb der Reichweite kleiner Kinder gepflanzt werden. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Doldenblütlern, von denen einige, wie der Gefleckte Schierling (Conium maculatum), stark giftig sind. Ein Unterscheidungsmerkmal ist der würzige Duft der Blätter beim Verreiben, der an Möhren erinnert.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.55 m
Für die Wiesen-Silau solltest du einen sonnigen Standort wählen. Der Boden sollte idealerweise frisch, also mäßig feucht, aber gleichzeitig mager sein – sie ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf).
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte darauf, den Boden nicht zu düngen, da sie auf nährstoffreichen Böden schnell von anderen Gräsern verdrängt wird.
Die Vermehrung erfolgt am besten über die Herbstaussaat, da die Samen den Kältereiz des Winters zum Keimen benötigen.
Gießen ist nur bei langanhaltender Trockenheit nötig, Staunässe solltest du vermeiden.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Stängel sollte erst im Spätwinter erfolgen, um Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen die Vorliebe für sonnige, magere Standorte und fördern gemeinsam die regionale Artenvielfalt.
Die Wiesen-Silau (Silaum silaus) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Man findet sie vor allem in wechselfeuchten Mähwiesen und an Grabenrändern auf kalkhaltigen Böden. Charakteristisch ist ihre kräftige Pfahlwurzel und der markante, kantig gefurchte Stängel, der oft eine rötliche Färbung aufweist. Sie geht eine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze, die den Nährstoffaustausch im Boden fördern) ein.
3 Videos zu Wiesen-Silau



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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