Bild folgtKI-generierte IllustrationSilene latifolia subsp. alba
Auch bekannt als: Silene latifolia subsp. alba
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Weiße Lichtnelke durch ihre strahlend weißen Blüten auf, die sich erst am Abend vollständig öffnen und dann einen feinen Duft verströmen. In deinem Garten ist sie eine unverzichtbare Tankstelle für dämmerungsaktive Insekten, da ihre hellen Blüten im Mondlicht fast leuchten. Davon profitiert zum Beispiel das flinke Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), das im Schwirrflug Nektar trinkt. Auch die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) nutzt das Angebot dieser heimischen Wildpflanze regelmäßig. Wenn du eine pflegeleichte Art suchst, die Leben in die Abendstunden deines Gartens bringt, machst du mit ihr alles richtig.
Die Nachtfalter-Tankstelle: Strahlend weiße Blütenpracht für den Abendgarten.
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Die Weiße Lichtnelke ist eine ökologisch wertvolle Art, die besonders spezialisierte Bestäuber unterstützt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie vom Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) und der Dunkelgrünen Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) angeflogen. Auch Käfer wie Oedemera flavipes (Fabricius, 1792) und verschiedene Punktkäfer nutzen die Blüten als Nahrungsquelle. Für die Vogelwelt ist die Pflanze ebenfalls von Bedeutung: Die leichten Samen dienen im Winter als Nahrung für Vögel wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis). Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine spezielle Form der Wurzel-Pilz-Symbiose) bildet, trägt sie aktiv zur Gesundheit des Gartenbodens bei.
Die Weiße Lichtnelke wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält wie viele Nelkengewächse Saponine (seifenähnliche Pflanzenstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme größerer Mengen durch Kinder oder Haustiere ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfalten kann.
Boden: Die Erde sollte durchlässig und mäßig nährstoffreich sein; Staunässe unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Plane genau 0.58 m Platz in der Höhe ein, damit sie nicht von größeren Stauden verdeckt wird.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam und benötigt in der Regel keinen zusätzlichen Dünger.
Vermehrung: Lass die Stängel nach der Blüte stehen, damit sich die leichten Samen (0.8492 mg) durch den Wind im Garten verteilen können.
Rückschnitt: Schneide die vertrockneten Triebe erst im späten Winter zurück, um Insekten ein Winterquartier zu bieten.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Standorte liebt und das Insektenbuffet am Tag ergänzt.
Die Weiße Lichtnelke gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde und heute als heimisch gilt) besiedelt sie bevorzugt Ruderalfluren (vom Menschen geprägte Rohbodenstandorte) und nährstoffreiche Wegränder. Auffällig sind ihre behaarten Blätter und der aufgeblasene Kelch hinter den weißen Kronblättern. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.58 m wächst sie als krautige, nicht verholzende Pflanze und geht im Boden eine vorteilhafte Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) ein.
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11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →