Bild folgtKI-generierte IllustrationSium nodiflorum
Auch bekannt als: Sium nodiflorum
35
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den niederliegenden Stängeln, die an den Gelenken neue Wurzeln bilden, und den weißen Blütendolden lässt sich der Knotenblütige Merk sofort erkennen. Dieser Doldenblütler (Apiaceae) ist ein spezialisierter Bewohner von Uferzonen und nassen Gräben, der in deinem Garten für ökologische Stabilität am Wasser sorgt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine lebenswichtige Nahrungsquelle für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und verschiedene Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus). Mit seiner Hilfe verwandelst du deinen Teichrand in eine wertvolle Insektentankstelle. Schau doch mal genau hin, ob du die kleinen Schwebfliegen an den Dolden entdeckst.
Ufer-Spezialist und Magnet für den Schwalbenschwanz: Ein Muss für Teichbesitzer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und der Südliche Schwalbenschwanz (Papilio alexanor) von den flachen Blütendolden. Besonders wertvoll ist die Pflanze für Schwebfliegen: Die Zweiband-Wespen-Schwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) sowie die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und Eupeodes latifasciatus nutzen den leicht zugänglichen Nektar. Die dichten Bestände am Wasser bieten zudem wichtige Versteckmöglichkeiten für Amphibien und Wasserinsekten. Im Winter dienen die verbleibenden Samen als Nahrung für Vögel, die in Ufernähe nach Futter suchen.
Der Knotenblütige Merk ist laut Datenbank nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Wasserschierling (Cicuta virosa), der jedoch durch seinen knollig-aufgeblasenen Wurzelstock und deutlich größere Wuchshöhen unterscheidbar ist. Achte beim Pflanzen auf die typischen Wurzeln an den Stängelknoten.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Wähle einen dauerhaft nassen Platz, ideal ist die Flachwasserzone deines Teiches (bis 10 cm Wassertiefe) oder ein sumpfiger Graben.
Boden: Die Erde sollte nährstoffreich und humos sein, da die Pflanze viel Energie für ihr schnelles Wachstum benötigt.
Pflanzzeit: Setze den Merk am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den schlammigen Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im naturnahen Garten nicht zwingend erforderlich; vertrocknete Triebe können im Frühjahr entfernt werden.
Vermehrung: Durch die bewurzelten Stängelknoten kannst du die Pflanze im Frühsommer ganz einfach durch Teilstücke vervielfältigen.
Mykorrhiza: Die Art geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza ein, eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln (AM-Symbiose), die ihr hilft, Nährstoffe besser aufzunehmen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Bachbunge (Veronica beccabunga).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen den gleichen Lebensraum am Wasser und ergänzen sich optisch sowie in ihrer Funktion als Uferschutz.
Der Knotenblütige Merk (Sium nodiflorum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Mitteleuropa heimisch. Er besiedelt bevorzugt nährstoffreiche, nasse Standorte wie Bachränder, Gräben oder Flachwasserzonen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine kriechenden Stängel aus, die an den Knoten (Nodien) bewurzeln, was ihm eine effiziente Ausbreitung am Boden ermöglicht. Die Pflanze ist ausdauernd und bildet gefiederte Blätter, die denen des Wilden Selleries ähneln können.
35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →