Bild folgtKI-generierte IllustrationSolidago gigantea
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Wer die Riesen-Goldrute (*Solidago gigantea*) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren bis zu zwei Meter hohen, goldgelben Blütenrispen und den kahlen Stängeln ist sie im Spätsommer kaum zu übersehen. Für deinen Naturgarten ist sie eine wertvolle späte Nahrungsquelle, wenn viele andere heimische Stauden bereits verblüht sind. Besonders der Kleine Feuerfalter (*Lycaena phlaeas*) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (*Mellicta athalia*) profitieren massiv von ihrem reichhaltigen Nektarangebot. Da sie ein Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 zu uns kam) ist, solltest du ihren Ausbreitungsdrang im Zaum halten. Wenn du ihr den richtigen Platz gibst, bereicherst du die herbstliche Insektenwelt enorm. Hast du schon einen sonnigen, feuchten Platz für diese imposante Erscheinung gefunden?
Goldener Spätsommer-Magnet für den Kleinen Feuerfalter und Honigbienen.
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Die Riesen-Goldrute ist eine hochkarätige Tankstelle für Insekten im August und September. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird sie intensiv von Bestäubern wie der Honigbiene (*Apis mellifera*) und verschiedenen Feldwespen (*Polistes*) angeflogen. Besonders wertvoll ist sie als Nahrungsquelle für Tagfalter, darunter der Kleine Feuerfalter (*Lycaena phlaeas*) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (*Mellicta athalia*). Auch wenn sie kein heimisches Gewächs ist, füllt sie eine wichtige Blütenlücke im Spätsommer. Im Winter bieten die stehengelassenen Stängel Struktur und Schutz für überwinternde Insektenlarven. Vögel finden in den verbleibenden Samenständen eine zusätzliche Nahrungsquelle in der kargen Zeit.
Die Riesen-Goldrute ist als nicht kindersicher eingestuft, da sie bei Kontakt bei empfindlichen Personen Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen gelben Blütenrispen kaum. Trage beim Rückschnitt sicherheitshalber Gartenhandschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.08 m
Suche für die Riesen-Goldrute einen vollsonnigen Standort aus, damit sie reich blüht.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, da sie Trockenheit weniger gut verträgt.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen bodenständigen, nährstoffreichen und fetten Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Da sie über Ausläufer wandert, solltest du ihr im Beet ausreichend Platz einräumen.
Um eine unkontrollierte Versamung in die freie Natur zu verhindern, schneide die verblühten Rispen rechtzeitig vor der Samenreife ab.
Eine Vermehrung ist jederzeit durch einfache Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Blutweiderich (*Lythrum salicaria*) – beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Auch der Wasserdost (*Eupatorium cannabinum*) ist ein idealer Begleiter in dieser feuchten Pflanzengemeinschaft.
Die Riesen-Goldrute gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist aber heute in ganz Mitteleuropa verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt frische bis feuchte Standorte wie Flussufer und feuchte Wiesen. Morphologisch unterscheidet sie sich von verwandten Arten durch ihre völlig kahlen, oft bläulich-bereiften oder rötlichen Stängel unterhalb des Blütenstandes. Als Pflanze mit einer Arbuskulären Mykorrhiza (AM) lebt sie in einer engen Symbiose mit Bodenpilzen, die ihr helfen, Nährstoffe effizienter aus dem Boden aufzunehmen.
2 Videos zu Riesen-Goldrute


13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →