Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus japonicus
Auch bekannt als: Strand-Platterbse, Strandplatterbse
13
Arten
interagieren
19
Interaktionen
dokumentiert
An ihren purpurrosa bis violetten Schmetterlingsblüten und den paarig gefiederten Blättern mit zarten Ranken lässt sich die Japanische Platterbse sofort erkennen. Diese kompakte Kletterpflanze ist eine echte Bereicherung für Deinen Garten, da sie als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) spezialisierten Insekten hilft. Besonders der seltene Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und bedrohte Wildbienen wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) finden hier eine verlässliche Energiequelle. Da die Art auf der Roten Liste steht, leistest Du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz. Wenn Du einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, wird sie sich bei Dir sichtlich wohlfühlen.
Seltene Kletterkünstlerin: Ein wertvoller Nektarhafen für bedrohte Waldhummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Platterbse ein Magnet für gefährdete Arten. Vor allem Tagfalter wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und die Bläulinge Polyommatus fulgens sowie Polyommatus humedasae profitieren von ihrem Nektar. Auch die Welt der Wildbienen geht nicht leer aus: Die Waldhummel (Bombus sylvarum), die Heidehummel (Bombus jonellus) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Selbst Nützlinge wie der Fünfpunkt-Marienkäfer (Coccinella quinquepunctata) werden angelockt. Da ihre Samen mit rund 32 mg vergleichsweise schwer sind, werden sie oft durch Tiere über kurze Distanzen verbreitet, was die Vernetzung kleiner Biotope fördert.
Die Japanische Platterbse ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Arten aus der Familie der Hülsenfrüchtler enthält sie Stoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte daher besonders darauf, dass Kinder die Samen nicht mit essbaren Gartenerbsen verwechseln.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.428 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit die Pflanze kräftig blüht.
Boden: Der Untergrund sollte kalkhaltig und basisch sein (Reaktionswert 7).
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig frisch, aber vermeide Staunässe (Feuchtewert 5).
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Wuchs: Da sie eine Kletterpflanze ist, freut sie sich über benachbarte Stauden als natürliche Stütze.
Wuchshöhe: Plane eine Höhe von genau 0,43 m ein – sie bleibt also recht kompakt.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, damit die Samen ausreifen können.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Böden und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten im zeitigen Frühjahr.
Die Japanische Platterbse (Lathyrus japonicus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (ursprünglich heimisch). In der Natur besiedelt sie vor allem kalkhaltige Standorte, was ihr Bedürfnis nach einem basischen Boden erklärt. Als nicht verholzende Kletterpflanze erreicht sie eine präzise Wuchshöhe von 0,43 m. Eine Besonderheit ist ihre Lebensgemeinschaft mit AM-Mykorrhiza (spezielle Wurzelpilze), die die Pflanze bei der Nährstoffaufnahme unterstützen und sie widerstandsfähiger machen.
1 Video zu Japanische Platterbse

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →