
Thymus serpyllum
Auch bekannt als: Feldquendel, Wilder Thymian, Feldkümmel, Gundelkraut
38
Arten
interagieren
50
Interaktionen
dokumentiert
An ihren dichten, polsterartigen Matten und dem würzigen Duft lässt sich der Sand-Thymian (Thymus serpyllum) sofort erkennen. Er ist ein spezialisierter Überlebenskünstler für die kargsten Ecken in deinem Garten, wo andere Pflanzen längst aufgeben würden. Da er auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Flora. Mit seinen federleichten Samen sorgt er selbst für seine Ausbreitung über weite Strecken. Wenn du einen sandigen, heißen Standort hast, ist dieser nur 0,06 m hohe Bodendecker die perfekte Wahl für dich.
Ein 6 cm kleiner Überlebenskünstler, der Sandböden in ein Blütenmeer verwandelt.
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Der Sand-Thymian übernimmt eine wichtige Funktion als Pionierpflanze auf kargen Böden. Seine Samen sind mit nur 0,1877 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Eine Besonderheit ist die Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, auch unter schwierigsten Bedingungen Nährstoffe zu erschließen. In den Sommermonaten Juni und Juli stellt er ein verlässliches Nahrungsangebot bereit. Da er in der Natur als gefährdet (Rote Liste V) eingestuft wird, fungiert dein Garten als wichtiges Trittsteinbiotop für den Erhalt dieser spezialisierten Art.
Gemäß der vorliegenden Daten gilt der Sand-Thymian als nicht kindersicher. Auch wenn Thymian-Arten generell oft in der Küche Verwendung finden, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht walten lassen. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
4
Pollenwert
4
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.06 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, da er viel Helligkeit benötigt (Ellenberg Licht 7).
Boden: Der Untergrund muss sehr mager sein; arbeite bei Bedarf viel Sand ein (Schwachzehrer).
Feuchtigkeit: Trockene Standorte sind ideal (Ellenberg Feuchte 3), Staunässe musst du unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Wuchs: Er bildet flache, nicht verholzte Polster mit einer fixen Höhe von 0,06 m.
Bodenreaktion: Er bevorzugt schwach saure bis neutrale Verhältnisse (Ellenberg Reaktion 4).
Pflege: Dünger ist nicht notwendig; die Pflanze ist an extreme Nährstoffarmut angepasst.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für sandige, magere Böden und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Sand-Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Dünenstandorte als Indigen (einheimische Art) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze). Die Pflanze wächst als kleiner Strauch, bleibt aber mit einer Wuchshöhe von 0,06 m extrem bodennah. Trotz seiner geringen Größe ist er ein charakteristischer Vertreter nährstoffarmer, sandiger Standorte Mitteleuropas.
26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_442522831
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