Bild folgtKI-generierte IllustrationTordylium maximum
Auch bekannt als: Tordylium maximum
36
Arten
interagieren
53
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Große Zirmet (Tordylium maximum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die auffällig großen, flach tellerförmigen Fruchthüllen mit ihrem borstigen Rand sind im Garten absolut unverwechselbar. Diese Art ist bei uns extrem selten geworden und steht auf der Roten Liste in Kategorie 1, gilt also als vom Aussterben bedroht. Für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist sie eine wertvolle Anlaufstelle, während die Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) ihre Blüten umschwärmt. Mit deiner Hilfe findet dieser bedrohte Doldenblütler wieder einen sicheren Platz in unserer Kulturlandschaft. Du kannst aktiv zum Erhalt dieser besonderen Art beitragen.
Rettungsinsel für den Schwalbenschwanz: Diese Rarität gehört in jeden Naturgarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Große Zirmet eine Schlüsselpflanze für prachtvolle Schmetterlinge wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie seine Verwandten Papilio alexanor und Papilio hospiton. Auch Schwebfliegen wie die Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus), die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) nutzen das Angebot intensiv. Sogar spezialisierte Punktkäfer finden sich an den Dolden ein. Da die Pflanze auf der Roten Liste 1 geführt wird, ist jeder Gartenstandort ein Rettungsboot für diese bedrohte Artenvielfalt. Im Winter bieten die hohlen Stängel und Samenreste wichtige Strukturen für die heimische Fauna.
Die Große Zirmet wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Doldenblütlern können Inhaltsstoffe bei Kontakt mit der Haut und gleichzeitigem Sonnenlicht Reizungen verursachen. Die markanten, borstigen Früchte sollten nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.7 m
Wähle einen Platz in voller Sonne.
Der Boden sollte eher trocken sein, ein normaler Gartenboden als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) genügt ihr.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden bei der Pflanzung offen und frostfrei ist.
Die Art geht eine Symbiose mit Mykorrhiza (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze, eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Vermeide Staunässe, da sie Trockenheit liebt.
Lasse die Samenstände über den Winter stehen, um Insekten Quartiere zu bieten.
Die Vermehrung erfolgt am besten über Aussaat.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota).
Ökologische Begründung: Beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in ihrer Funktion als Lebensraum für bedrohte Insekten.
Die Große Zirmet gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigen oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Sie bevorzugt sonnige Standorte auf trockenen, normalen Böden. Ein morphologisches Merkmal sind die weißen Blüten, bei denen die äußeren Blütenblätter oft stark vergrößert und asymmetrisch sind. In der freien Natur ist sie vom Aussterben bedroht, was ihre Ansiedlung im Garten ökologisch besonders wertvoll macht.
35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →