Bild folgtKI-generierte IllustrationValeriana dioica
Auch bekannt als: Sumpfbaldrian
9
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Kleine Baldrian (Valeriana dioica) durch seine dichten, doldenartigen Blütenstände auf, die in zartem Rosa leuchten und über den eiförmigen Grundblättern stehen. Er ist ein unverzichtbarer Bewohner für feuchte Gartenstellen und dient als wichtige Kinderstube für spezialisierte Falter wie den Goldenen Scheckenfalter. Auch der prächtige Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt die Pflanze gern als Nektarquelle auf seinen Flügen. Wenn du einen dauerfeuchten Bereich im Garten hast, gibst du dieser heimischen Wildstaude ein sicheres Zuhause. Du wirst staunen, wie viel Leben diese eher unscheinbare Art anzieht.
Rosa Blütenzauber für Schwalbenschwanz und Scheckenfalter an deinem Teichrand.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Kleine Baldrian eine wertvolle Futterpflanze für spezialisierte Insekten. Er dient als Raupenfutter für den Goldenen Scheckenfalter sowie für die Nachtfalterarten Noctua interjecta und den Sumpfbaldrian-Blütenspanner (Eupithecia valerianata). An den Blüten kannst du zudem die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) und die Baumhummel (Bombus hypnorum) beobachten. Auch die Falterart Mellicta athalia besucht die Pflanze regelmäßig. Da er von Mai bis September blüht, bietet er über eine lange Zeitspanne hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle in feuchten Gartenbereichen.
Der Kleine Baldrian wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn er nicht hochgiftig ist, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden, da dies zu Unverträglichkeiten führen kann. Verwechslungen sind mit dem Echten Baldrian (Valeriana officinalis) möglich, der jedoch deutlich größer wird und trockenere Standorte besiedelt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Damit der Kleine Baldrian sich bei dir wohlfühlt, braucht er einen sonnigen Standort, der niemals ganz austrocknet. Er ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf), daher solltest du auf Dünger komplett verzichten, da er sonst von kräftigeren Gräsern verdrängt wird. Ideal ist ein dauerfeuchter Boden, etwa am Rand eines Gartenteichs oder in einer Sumpfzone.
Pflanzzeit: Am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange kein Frost herrscht.
Boden: Mager und feucht bis nass.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Stängel über den Winter stehen.
Vermehrung: Erledigt die Pflanze durch ihre Ausläufer meist von selbst.
Gute Partnerin: Die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, magere Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend in ihrer Blütezeit.
Der Kleine Baldrian (Valeriana dioica) ist eine charakteristische Staude feuchter Magerwiesen und Flachmoore in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er gehört zur Gruppe der zweihäusigen Pflanzen (Dioezie), was bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf getrennten Individuen wachsen – die männlichen Blüten sind dabei meist etwas größer. Er verbreitet sich über kurze Ausläufer (unterirdische Kriechtriebe) und bildet so mit der Zeit kleine Teppiche. Als typischer Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits indigen war) ist er perfekt an unser Klima angepasst.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →