Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthophora furcata (Panzer, 1798)
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Du erkennst die Wald-Pelzbiene an ihrem hummelartigen, pelzigen Körper und dem bei den Weibchen auffällig rötlich behaarten Hinterleibsende. Auffällig ist zudem ihr rasanter, wendiger Flug, bei dem sie oft schwebend vor Blüten verharrt. Die Art bildet eine Generation pro Jahr aus und fliegt hauptsächlich im Juni und Juli. Ihre Eier legt sie in selbst genagte Gänge in morschem Totholz ab, wobei jede Larve in einer eigenen Zelle mit Nahrung versorgt wird. Im Frühsommer besucht sie bevorzugt den Braunen Storchschnabel (Geranium phaeum) und das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis subsp. majalis), während sie im Hochsommer an der Echten Katzenminze (Nepeta cataria) und dem Deutschen Geißblatt (Lonicera periclymenum) zu finden ist. Die Larve ernährt sich vom eingetragenen Pollen (Blütenstaub) und Nektar, bevor sie sich verpuppt. Sie überwintert als Ruhelarve (ein weit entwickeltes Larvenstadium vor der Verpuppung) geschützt in ihren Gängen im Holz. Du kannst diese Biene gezielt fördern, indem du mürbes Altholz oder dicke, abgestorbene Äste als Nistmöglichkeit in deinem Garten belässt. Achte darauf, heimische Lippenblütler wie den Schlitzblättrigen Storchschnabel (Geranium dissectum) anzupflanzen, um ihr ein kontinuierliches Nahrungsangebot zu bieten.
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Die Wald-Pelzbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, der nicht aggressiv gegenüber Menschen auftritt. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz und sollte in ihren Niststätten im Totholz nicht gestört werden. Ein Anfassen ist nicht ratsam, da die Tiere theoretisch zur Verteidigung stechen könnten, was jedoch kaum vorkommt.
Die Wald-Pelzbiene gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Mit einer Körperlänge von 10 bis 12 Millimetern ist sie eine mittelgroße Solitärbiene (einzeln lebende Biene ohne Staatenbildung). Ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von ähnlichen Arten ist ihre Vorliebe für Totholz als Niststandort, in das sie mit ihren Mundwerkzeugen Gänge nagt. Als polylektische Art (Sammeln von Pollen an Pflanzen verschiedener Familien) nutzt sie ein breites Spektrum, zeigt aber eine Vorliebe für Lippenblütler und Storchschnabelgewächse.
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54 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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