Noch kein Foto dieser Art verfügbar
Digitalis lanata
Die redaktionellen Texte dieses Profils wurden mithilfe von KI auf Grundlage der unten genannten wissenschaftlichen Daten und Quellen erstellt.
13
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Wolligen Fingerhut (Digitalis lanata) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine cremeweißen Blüten mit der markanten braunen Aderung und die namensgebende, silbrig-wollige Behaarung an Stängel und Knospen machen ihn unverwechselbar. Im Naturgarten ist er ein wertvoller Magnet für spezialisierte Insekten. Besonders Scheckenfalter wie der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum) profitieren von seinem Angebot. Er bringt Struktur und Wildnis-Charakter in sonnige Beete, ohne viel Aufwand zu verursachen. Wenn du einen trockenen, warmen Platz hast, ist diese Art eine hervorragende Wahl für die Artenvielfalt.
Scheckenfalter-Magnet mit silbrigem Pelz: Robust, kalkliebend und 0,6 m hoch.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wollige Fingerhut eine wichtige Anlaufstelle für diverse Tagfalter. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert, darunter Arten wie der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Wegerich-Scheckenfalter (Melitaea cinxia). Auch der Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria pales) besucht die Blüten regelmäßig. Für die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum) stellt die Pflanze eine wertvolle Ressource dar. Die Samen sind mit nur 0,2837 mg extrem leicht, was eine effektive Ausbreitung durch den Wind ermöglicht. Durch seine Blütezeit im Juni und Juli füllt er eine wichtige Lücke im sommerlichen Nahrungsnetz.
Der Wollige Fingerhut ist in allen Teilen – Blätter, Blüten und Samen – sehr giftig. Er enthält herzwirksame Glykoside wie Digitoxin und Digoxin, die bei Einnahme schwere Vergiftungen hervorrufen können. Die Pflanze ist nicht kindersicher und sollte für Haustiere unzugänglich sein. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,6 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Wollige Fingerhut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etablierter Neophyt (nach 1492 eingewanderte Art) heimisch. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Hänge auf kalkhaltigem Untergrund. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,6 m bleibt er deutlich kompakter als der bekanntere Rote Fingerhut. Charakteristisch sind die lanzettlichen Blätter und der traubige Blütenstand, dessen Einzelblüten eine auffällige, weit vorstehende Unterlippe besitzen.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.