Bild folgtKI-generierte IllustrationXanthoselinum alsaticum
Auch bekannt als: Xanthoselinum alsaticum
35
Arten
interagieren
52
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Elsässer Gelbling (Xanthoselinum alsaticum) durch seine hellgelben Doppeldolden auf, die wie grazile Schirme über dem fein geschlitzten Laub thronen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für Deinen Garten, da er spezialisierten Schmetterlingen wie dem Schwalbenschwanz (Papilio machaon) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Besonders für Schwebfliegen ist er eine verlässliche Anlaufstelle während der Hochsommermonate. Wer diese seltene heimische Art pflanzt, leistet einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl holst Du Dir einen echten Überlebenskünstler in Dein grünes Reich.
Lieblingsplatz für Schwalbenschwänze: Gelbe Blütenpracht von Juli bis September.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Elsässer Gelbling eine zentrale Nahrungsquelle für verschiedene Ritterfalter. Neben dem heimischen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) profitieren auch Arten wie Papilio alexanor und Papilio hospiton von seinem Angebot. Ebenso bedeutend ist die Pflanze für Schwebfliegen: Die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) finden hier reichlich Nahrung. Auch die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) sowie die Breitband-Schwebfliege (Eupeodes latifasciatus) fliegen die offenen Dolden gezielt an. Da die Blütezeit bis in den September reicht, schließt er eine wichtige Lücke im spätsommerlichen Buffet für Nützlinge.
Der Elsässer Gelbling ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher mit Bedacht platziert werden. Wie viele Doldenblütler enthält er Stoffe, die bei Berührung und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung zu Hautreizungen (Phototoxizität) führen können. Es empfiehlt sich, bei Pflegearbeiten wie dem Rückschnitt immer Handschuhe zu tragen, um Hautreaktionen vorzubeugen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz, damit die Pflanze kräftig gedeihen kann.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher nährstoffarm sein; Kalk wird meist gut vertragen.
Pflanzzeit im Frühling: Von März bis Mai, sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Pflanzzeit im Herbst: Von September bis November vor dem ersten tiefen Bodenfrost.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 45 cm ein, um den ausladenden Dolden Raum zu geben.
Bei schwerer Erde solltest Du Sand oder feinen Kies als Drainage (Entwässerungshilfe) einmischen.
Schneide die verblühten Stiele erst im späten Winter zurück, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige Trockenstandorte und blüht zeitlich versetzt in leuchtendem Violett.
Der Elsässer Gelbling (Xanthoselinum alsaticum) gehört zur Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales) und zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Er ist in Deutschland und Österreich heimisch, wo er bevorzugt in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) oder an sonnigen Gebüschsäumen wächst. Markant sind seine mehrfach gefiederten Blätter und der kräftige Stängel, der die gelblichen Blütendolden trägt. Die Pflanze geht eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, was ihr hilft, Nährstoffe effizienter aus mageren Böden aufzunehmen.
2 Videos zu Elsässer Gelbling


35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →