Bild folgtKI-generierte IllustrationOxytropis campestris
Auch bekannt als: Gemeiner Spitzkiel
15
Arten
interagieren
22
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren aufrechten, dichten Blütenköpfen mit cremeweißen bis blassgelben Schmetterlingsblüten lässt sich der Alpen-Spitzkiel sofort erkennen. Als spezialisierter Gebirgsbewohner bringt er alpine Wildnis in deinen Garten und ist eine wertvolle Futterquelle für seltene Falter wie den Eros-Bläuling (Polyommatus eros) oder den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Er ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze, die an nährstoffarme Böden angepasst ist) und daher perfekt für karge Steingärten geeignet. Auch die Weidenröschen-Blattschneiderbiene (Megachile lapponica) schätzt sein Nektarangebot. Wenn du einen sonnigen, eher nährstoffarmen Platz hast, kannst du mit dieser Art aktiv zum Erhalt der alpinen Artenvielfalt beitragen.
Alpine Eleganz für Spezialisten: Die Tankstelle für seltene Gebirgsbläulinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Alpen-Spitzkiel ein Magnet für spezialisierte Schmetterlinge. Er dient als wichtige Nektarquelle für den Eros-Bläuling (Polyommatus eros) und den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Auch seltene Arten wie Polyommatus fulgens profitieren von seinen Blüten. Neben Faltern besuchen ihn Wildbienen wie die Weidenröschen-Blattschneiderbiene (Megachile lapponica). Durch die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM-Mykorrhiza) im Boden verbessert die Pflanze ihre Nährstoffaufnahme und stärkt so das Mikrobiom an kargen Standorten. Die leichten Samen bieten zudem eine Nahrungsgrundlage für Kleinvögel in alpinen Lagen.
Bitte beachte, dass der Alpen-Spitzkiel als nicht kindersicher eingestuft wird. Da viele Arten innerhalb der Hülsenfrüchtler Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr für Kinder oder Haustiere problematisch sein können, sollte er außerhalb von Spielbereichen gepflanzt werden. Im Falle eines Unfalls kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.245 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 9), idealerweise in einem Steingarten oder Alpinum.
Boden: Der Untergrund muss mager sein (Ellenberg Nährstoffe 2). Verwende ein Gemisch aus Gartenerde, viel Sand und Splitt, um Kalkschotterfluren nachzuahmen.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht, Ellenberg Feuchte 4), vermeide aber unbedingt Staunässe durch eine gute Drainage (Wasserabzug).
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 cm Abstand zu Nachbarpflanzen, damit sich das Polster gut entwickeln kann.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da die Pflanze an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über ihre sehr leichten Samen (1,17 mg) teils durch Wind oder Fernausbreitung.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) passt ökologisch hervorragend, da sie ähnliche karge Standorte und kalkhaltige Böden bevorzugt.
Der Alpen-Spitzkiel gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt dort bevorzugt alpine Rasen und Felsschutthalden auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch ist er ein ausdauernder Halbstrauch, der jedoch nicht verholzt und durch seine gefiederten, breitblättrigen Laubblätter auffällt. Ein wichtiges Merkmal der Gattung ist das Schiffchen der Blüte, das in eine kleine Spitze ausläuft, was ihn von den verwandten Fahnenwicken unterscheidet.
2 Videos zu Alpen-Spitzkiel


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →