Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena fulvago (Christ, 1791)
17
Pflanzen
besucht
44
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Pippau-Sandbiene an ihrem eher kleinen Körperbau und dem dichten, oft goldgelben bis fuchsroten Haarpelz am Hinterleib sowie den auffälligen Sammelbürsten an den Hinterbeinen. Diese Wildbiene bringt nur eine Generation pro Jahr hervor und legt ihre Eier in selbst gegrabenen Gängen im Erdboden ab. Im späten Frühling ab Mai besucht sie bevorzugt den Knolligen Hahnenfuß und den Wiesen-Pippau. Den Sommer über nutzt sie intensiv den Kleinköpfigen Pippau, das Gewöhnliche Ferkelkraut und den Steifhaarigen Löwenzahn. Die Larven ernähren sich ausschließlich von dem eingetragenen Pollen-Nektar-Gemisch in ihren unterirdischen Brutzellen. Das Tier überwintert als fertiges Insekt in seiner Geburtskammer tief im Boden, um im nächsten Mai schlüpfen zu können. Du kannst diese Art fördern, indem du offene Bodenstellen in sonnigen Ecken belässt und gezielt Korbblütler wie die Sumpf-Acker-Gänsedistel oder die Gewöhnliche Möhre im Garten stehen lässt. Achte darauf, verblühte Stängel erst spät im Jahr zu entfernen, um das Nahrungsangebot stabil zu halten. So bietest du dieser spezialisierten Biene einen wertvollen Lebensraum direkt vor deiner Haustür.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Pippau-Sandbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gast, der für den Menschen keinerlei Gefahr darstellt. Als Wildbiene steht sie unter allgemeinem Artenschutz; ein Anfassen oder Umsiedeln ist weder notwendig noch sinnvoll. Ihr Stachel ist so fein, dass er die menschliche Haut in der Regel nicht durchdringen kann.
Die Pippau-Sandbiene (Andrena fulvago) gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und lebt als solitäre (einzeln lebende) Biene, die ihre Nester im Erdreich anlegt. Für Laien ist sie durch ihre Vorliebe für gelbe Korbblütler und die charakteristische Behaarung erkennbar. Sie gilt als oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert), wobei sie sich fast ausschließlich auf Cichorieae (Wegwarten-Verwandte) konzentriert.
1 Video zu Pippau-Sandbiene

17 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →