
Hypochaeris radicata
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Arten
Typisch für das Gewöhnliche Ferkelkraut sind die leuchtend gelben Zungenblüten und die behaarte Blattrosette, die flach auf dem Boden liegt. In deinem Naturgarten ist es ein echter Gewinn für die Artenvielfalt, da es eine wichtige Futterquelle für Bestäuber wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) darstellt. Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) schätzt das reichhaltige Nektarangebot dieser robusten Wildpflanze. Wenn du nach einer unkomplizierten Art suchst, die auf mageren Böden prächtig gedeiht, triffst du hiermit die richtige Wahl. Es zeigt dir wunderbar, dass auch vermeintlich schlichte Wiesenblumen eine enorme ökologische Bedeutung haben.
Gelbe Leuchtkraft für Magerwiesen: Die Nektar-Tankstelle für Furchenbienen.
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Diese Wildpflanze ist eine wertvolle Tankstelle für Insekten: Mit einem Nektarvolumen von ca. 3,18 µl pro Blüte bietet sie reichlich Energie für Bestäuber wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae). Auch spezialisierte Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) nutzen das Angebot intensiv. Mit einer Pollenmasse von 0,486 mg pro Blüte liefert das Ferkelkraut zudem wichtige Proteine für die Brutpflege. Nach der Blütezeit sind die feinen Samen eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel im herbstlichen Garten. Durch die lange Blüte von Juni bis August schließt die Pflanze wichtige Versorgungslücken im Hochsommer.
In der Gartenplanung wird das Gewöhnliche Ferkelkraut als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du beim Anbau in Spielbereichen vorsichtig sein. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unwohlsein ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.228 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pollen
0.486 mg/Blüte
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Boden: Das Ferkelkraut ist ein Schwachzehrer (Nährstoffzahl 3). Der Boden sollte mager sein; arbeite bei schwerem Boden Sand zur Drainage (Entwässerung) ein.
Feuchtigkeit: Die Pflanze bevorzugt frische, also mäßig feuchte Standorte, verträgt aber durch ihre tiefe Pfahlwurzel auch trockene Phasen.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lass die verblühten Stängel stehen, damit sich die Pflanze über Selbstaussaat verjüngen kann.
Bodenvorbereitung: Achte auf einen neutralen bis schwach sauren Boden (Reaktionszahl 4).
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Magerstandorte besiedelt und den Blühzeitraum ergänzt.
Das Gewöhnliche Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie frische, nährstoffarme Standorte. Morphologisch zeichnet es sich durch eine kompakte Wuchshöhe von genau 0,23 m und borstig behaarte Blätter aus. Die Vermehrung erfolgt effektiv über sehr leichte Samen, die nur 0,757 mg wiegen und weite Strecken mit dem Wind zurücklegen können.
1 Video zu Gewöhnliches Ferkelkraut

97 Arten interagieren mit dieser Pflanze
17 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_299746921
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