Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis vesicaria subsp. taraxacifolia
Auch bekannt als: Crepis vesicaria subsp. taraxacifolia
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Arten
interagieren
63
Interaktionen
dokumentiert
An seinen löwenzahnähnlichen Blüten und dem verzweigten, beblätterten Stängel lässt sich der Löwenzahn-Pippau sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Ergänzung für Naturgärten, da er als Archäophyt – eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns heimisch war – perfekt an unser Ökosystem angepasst ist. Von seinem Nektar profitieren seltene Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder die Dunkelgrüne Schmalbiene. Für dich als Gärtner ist er ein unkomplizierter Gast, der Struktur und Farbe in sonnige Beete bringt. Probier es einfach mal aus – dein Garten wird durch diese robuste Wildpflanze deutlich lebendiger.
Wilde Schönheit für Kalkböden und Magnet für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Löwenzahn-Pippau eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Iberische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) besuchen die Blüten regelmäßig. Auch bei Wildbienen ist er begehrt: Die Rotbeinige Furchenbiene und die Dunkelgrüne Schmalbiene gehören zu den häufigsten Besuchern. Selbst eher seltene Gäste wie die Schmalbiene Lasioglossum cupromicans nutzen das reiche Angebot an Pollen und Nektar. Im Spätsommer dienen die Samen als Futterquelle für verschiedene Vögel, wenn du die Stände stehen lässt.
In Bezug auf die Sicherheit im Garten ist zu beachten, dass der Löwenzahn-Pippau nicht als kindersicher eingestuft wird. Zwar ist er nicht hochgiftig, jedoch sollte ein Verzehr durch Kinder oder Haustiere vermieden werden. Da er dem gewöhnlichen Löwenzahn sehr ähnlich sieht, ist hier Wachsamkeit geboten, um Verwechslungen auszuschließen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe verträgt die Pflanze jedoch nicht.
Da er Kalk liebt (Reaktion 7), ist ein basischer Boden ideal; bei Bedarf kannst du mit etwas Kalk nachhelfen.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 cm ein, damit sich die Rosetten gut entwickeln können.
Als Mittelzehrer (Nährstoffzahl 5) braucht er keine Starkdüngung; reifer Kompost im Frühjahr genügt völlig.
Lass verblühte Stängel ruhig bis zum Winter stehen, um Insekten Unterschlupf zu bieten.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, mäßig feuchte Standorte und ergänzt das Gelb des Pippaus wunderbar mit Violett.
Der Löwenzahn-Pippau gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb der Gattung Pippau (Crepis) eine besonders markante Art. In Deutschland und der Schweiz ist er weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Standorte, die kalkhaltig / basisch (Böden mit hohem pH-Wert) sind. In der Natur findest du ihn oft auf frischen (mäßig feuchten) Wiesen oder an Wegrändern. Er ist ein zweijähriges Kraut, das im ersten Jahr eine bodennahe Rosette bildet und erst im zweiten Jahr seine stattlichen, verzweigten Blütenstände in die Höhe treibt.
3 Videos zu Löwenzahn-Pippau



45 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →