Bild folgtKI-generierte IllustrationArctium tomentosum
Auch bekannt als: Wollkopfklette, Wollkopf-Klette, Filzige Klette
34
Arten
interagieren
221
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Die Filz-Klette (Arctium tomentosum) trägt kugelrunde Blütenköpfe, die wie in ein dichtes, spinnwebartiges Netz aus weißen Haaren eingehüllt wirken. Diese imposante Erscheinung ist ein wertvoller Bestandteil für deinen Naturgarten, da sie als wichtige Tankstelle in der sommerlichen Blütepause fungiert. Besonders die Erdhummel (Bombus terrestris) und die Baumhummel (Bombus hypnorum) profitieren von dem reichen Nektarangebot der violetten Röhrenblüten. Mit ihren großen Blättern bietet sie zudem Schutz für den Boden und Kleinstlebewesen. Wenn du ihr den passenden Raum gibst, holst du dir ein echtes Stück lebendige Natur direkt ans Haus.
Ein natürliches Kunstwerk mit Spinnweb-Optik und Magnetwirkung für Hummeln.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Filz-Klette ein Magnet für verschiedene Bestäuber. Die Honigbiene (Apis mellifera) gehört zu den häufigsten Besuchern und nutzt die Blütezeit im Juli und August intensiv. Auch Hummelarten wie die Erdhummel (Bombus terrestris) und die Baumhummel (Bombus hypnorum) sind regelmäßig an den Blüten zu finden. Die schweren Samen von etwa 11,5 Milligramm werden oft durch Tiere verbreitet, indem die Kletten im Fell hängen bleiben. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als wichtige Energiequelle für heimische Vögel.
Die Filz-Klette gilt als nicht kindersicher, da die Widerhaken der Blütenköpfe und Samen in Haaren oder Kleidung hängen bleiben und mechanische Reizungen verursachen können. Sie ist jedoch nicht als Giftpflanze gelistet. Sollten dennoch Reizungen nach Kontakt auftreten oder Pflanzenteile verschluckt werden, ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.905 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in voller Sonne (Licht 8: mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Besonnung).
Der Boden sollte nährstoffreich sein (Starkzehrer: arbeite vor der Pflanzung reifen Kompost ein).
Achte auf moderate Feuchtigkeit (Frisch: der Boden sollte nie ganz austrocknen, Staunässe aber vermeiden).
Ideal ist ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund (Reaktion 8).
Halte die Endwuchshöhe von 0,9 m bei der Beetplanung im Blick.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Da sie schwere Diasporen (Ausbreitungseinheiten) bildet, sät sie sich meist im direkten Umkreis selbst aus.
Die Pflanze ist nicht kindersicher, plane sie daher eher für hintere Gartenbereiche ein.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie liebt ebenfalls sonnige, nährstoffreiche Standorte und ergänzt das Blau der Klette perfekt.
Die Filz-Klette gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) fest etabliert. Ihr natürliches Vorkommen liegt oft an Wegrändern oder auf Ruderalfluren (unbebaute Rohbodenflächen), wobei sie kalkhaltige Standorte bevorzugt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre markante Behaarung der Blütenkörbchen und eine beachtliche Blattfläche von über 50.000 Quadratmillimetern aus. Als krautige Pflanze verholzt sie nicht, bildet aber kräftige Strukturen aus.
1 Video zu Filz-Klette

31 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →