
Armoracia rusticana
Auch bekannt als: Kren
12
Arten
interagieren
23
Interaktionen
dokumentiert
6
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen riesigen, welligen Grundblättern und den bis zu 0,88 m hohen, weißen Blütenständen lässt sich der Meerrettich (Armoracia rusticana) sofort erkennen. Im Naturgarten ist er weit mehr als eine Gewürzpflanze, denn er dient als wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. Besonders der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und die Rübsenblattwespe nutzen ihn als Nahrungsquelle. Zudem ist er eine unverzichtbare Kinderstube für die Raupen des Kleinen Kohlweißlings (Pieris rapae). Wenn du also ökologischen Nutzen mit kulinarischem Genuss verbinden möchtest, ist dieser robuste Kreuzblütler ein Gewinn für dein Beet.
Scharfe Wurzel und wichtige Kinderstube für den Kleinen Kohlweißling.
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Der ökologische Wert des Meerrettichs liegt vor allem in seiner Funktion als Raupenfutterpflanze. Nach aktuellen Daten ist er lebensnotwendig für den Großen Kohlweißling und den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae), deren Raupen an den Blättern fressen. Während der Blütezeit von Mai bis Juli bietet er Nektar für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und die Rübsenblattwespe an. Da er als Starkzehrer viel Biomasse produziert, trägt er erheblich zur Bodenlebendigkeit bei. Für Vögel bietet die Struktur im Winter zwar Deckung, jedoch liegen keine Daten über eine Nutzung der Samen als Nahrungsquelle vor.
Bitte beachte, dass der Meerrettich (Armoracia rusticana) laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Die scharfen Senföle können bei direktem Kontakt oder übermäßigem Verzehr zu Reizungen der Schleimhäute führen. Im normalen Umgang als Gartenpflanze ist er jedoch unbedenklich, sofern Kinder beim Entdecken des Gartens beaufsichtigt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.881 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze einen Lichtwert von 8 (Sonne) bevorzugt.
Boden: Er ist ein Starkzehrer (benötigt sehr nährstoffreichen Boden), bereite das Beet also mit reichlich Kompost vor.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte stets frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe mag die Pfahlwurzel jedoch nicht.
Pflanzzeit: Setze die Wurzelstücke am besten im Frühjahr zwischen März und Mai.
Wuchsraum: Halte genügend Abstand ein, da die Pflanze genau 0,88 m hoch wird und breite Blätter bildet.
Pflege: Da er recht robust ist, reicht eine regelmäßige Wasserzufuhr in Trockenperioden aus.
Winter: Die Pflanze ist winterhart und zieht sich im Spätherbst in die Wurzel zurück.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Echte Beinwell (Symphytum officinale) oder die Große Brennnessel (Urtica dioica) – beide teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden.
Der Meerrettich (Armoracia rusticana) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und wird botanisch als Neophyt (eine nach 1492 bei uns eingebürgerte Pflanze) eingestuft. In der freien Natur besiedelt er gerne frische, nährstoffreiche Standorte wie Bachufer oder Wegränder. Er ist eine ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend), die eine mächtige Pfahlwurzel ausbildet. Mit einer exakten Wuchshöhe von 0,88 m und einer beeindruckenden Blattfläche von über 68.000 mm² ist er im Garten kaum zu übersehen.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Orest Lyzhechka / Adobe Stock / AdobeStock_327191914
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