Bild folgtKI-generierte IllustrationArrhenatherum elatius
Auch bekannt als: Avena elatior
25
Arten
interagieren
28
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst Glatthafer an seinen glatten, glänzenden Halmen und den bis zu 1,5 Meter hohen, locker verzweigten Rispen (Blütenstände), die sich im Wind wiegend bewegen. Als Charakterart unserer Wiesen ist er ein unverzichtbares Element für die heimische Artenvielfalt. Er dient beispielsweise den Raupen des Kleepspinners (Lasiocampa trifolii) als wichtige Nahrungsgrundlage. Auch Käfer wie der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) finden hier einen Lebensraum. Wenn du dieses Gras in deinem Garten ansiedelst, schaffst du ein echtes Stück lebendige Kulturlandschaft.
Das Fundament der Fettwiese: Wichtige Kinderstube für den Kleepspinner.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Glatthafer eine zentrale Raupenfutterpflanze für den Kleepspinner (Lasiocampa trifolii). Auch der gefährdete Ockerbindige Samtfalter nutzt die Bestände als Lebensraum. Neben Schmetterlingen profitieren Käferarten wie der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata), der oft an den Halmen zu finden ist. Die Laufkäferart Diachromus germanus sowie der Schnellkäfer Hemicrepidius hirtus nutzen das dichte Grasgefüge am Boden. Im Winter bieten die stehengelassenen Samenstände zudem eine wertvolle Nahrungsquelle für heimische Vögel.
Der Glatthafer gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den scharfkantigen Blättern und den Grannen (borstige Anhängsel), die bei Kontakt kleine Hautirritationen oder Schnitte verursachen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Pflanzenarten, und das Gras selbst ist ungiftig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.8 m
Damit der Glatthafer bei dir gut gedeiht, braucht er einen vollsonnigen Platz. Der Boden sollte nährstoffreich und frisch (mäßig feucht) sein, da die Pflanze ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet, Staunässe solltest du jedoch vermeiden.
Eine Düngung mit Kompost im Frühjahr unterstützt den kräftigen Wuchs.
Da das Gras im Winter ein wichtiger Rückzugsort ist, solltest du es erst im zeitigen Frühjahr zurückschneiden.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Aussaat oder Teilung der Horste.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen den Bedarf an nährstoffreichen Standorten und bilden zusammen ein stabiles ökologisches Gefüge.
Glatthafer (Arrhenatherum elatius) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und prägt als namensgebende Art die sogenannten Glatthaferwiesen. Diese Fettwiesen (nährstoffreiche Standorte) finden sich oft im Flach- und Hügelland. Markant sind die knotigen Halme und die Ährchen, die oft eine kurze Granne (borstenartiger Fortsatz am Getreidekorn) tragen. Er wächst ausdauernd und bildet lockere Horste (büschelartiger Wuchs).
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
21 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →