Bild folgtKI-generierte IllustrationPopulus × canadensis
Auch bekannt als: Populus × canadensis, Populus ×canadensis, Kanadische Pappel, Kanadische Hybrid-Pappel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die weit ausladende, oft unregelmäßige Krone und die dreieckigen Blätter mit ihrem langen Stiel, die schon bei leichtem Wind ein beruhigendes Rauschen erzeugen. Diese Pappel ist eine imposante Erscheinung, die als Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart) unsere Landschaft bereichert. Für den Naturgarten ist sie wertvoll, da sie spezialisierten Arten wie dem Großen Schillerfalter (Apatura iris) oder dem Trauermantel (Nymphalis antiopa) eine Heimat bietet. Wenn du über ausreichend Platz verfügst, holst du dir mit ihr einen echten Lebensraum-Giganten in den Garten. Du solltest dir der Größe allerdings bewusst sein.
Ein wahrer Falter-Magnet: Die Pappel bietet Heimat für den Großen Schillerfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Baum eine wichtige Ressource für zahlreiche Edelfalter. Besonders der Große Schillerfalter (Apatura iris) und der Östliche Schillerfalter (Apatura metis) profitieren von der Anwesenheit dieser Pappel. Auch Raupen des Trauermantels (Nymphalis antiopa), des C-Falters (Polygonia c-album) und des Großen Fuchses (Nymphalis polychloros) finden hier Nahrung. Die rissige Rinde dient dem Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla) zur Nahrungssuche, während Insekten wie der Körnerbock (Megopis scabricornis) oder der Birkenblattroller (Deporaus betulae) den Baum als Lebensraum nutzen. Sogar der Schneehase (Lepus timidus) nutzt Pflanzenteile als Nahrungsquelle.
Die Bastard-Schwarz-Pappel wird als nicht kindersicher eingestuft. Inhaltsstoffe in Rinde und Blättern können bei empfindlichen Personen Hautreizungen oder beim Verzehr Unwohlsein auslösen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Bäumen besteht in unseren Breiten kaum, dennoch ist aufgrund der potenziellen Astbruchgefahr bei alten Bäumen Vorsicht geboten.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort, damit der Baum seine volle Vitalität entfalten kann.
Der Boden sollte idealerweise tiefgründig und nährstoffreich sein, wobei die Pappel eine gute Wasserversorgung schätzt.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, sofern der Boden offen ist.
Achte beim Einpflanzen auf ausreichend Abstand zu Gebäuden, da das Wurzelsystem sehr kräftig und ausladend ist.
Eine Vermehrung gelingt unkompliziert über Steckhölzer (abgeschnittene, verholzte Zweigstücke), die du im Winter in die Erde steckst.
Ein Rückschnitt ist bei diesem Schnellwachser oft nötig, sollte aber fachgerecht erfolgen, um die Statik nicht zu gefährden.
Als Begleitpflanze empfehle ich dir den Beifuß (Artemisia vulgaris).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten stickstoffliebend sind und der Beifuß in der Krautschicht (bodennahe Pflanzenzone) zusätzlichen Schutz für Kleintiere bietet.
Die Bastard-Schwarz-Pappel (Populus × canadensis) ist ein Laubbaum aus der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Sie entstand als Kreuzung zwischen der heimischen Schwarz-Pappel und der nordamerikanischen Kanadischen Pappel und ist heute in Deutschland und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind eigentlich feuchte Auenböden, sie kommt aber auch mit trockeneren Standorten zurecht. Charakteristisch ist die tief gefurchte, graue Borke (äußere Rindenschicht) und die markanten, rötlichen Kätzchenblüten der männlichen Exemplare im zeitigen Frühjahr.
3 Videos zu Bastard-Schwarz-Pappel



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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