Bild folgtKI-generierte IllustrationBetonica alopecuros
Auch bekannt als: Betonica alopecuros
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Gelbe Betonie einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren dichten, blassgelben Blütenquirlen, die wie kleine Etagen an den aufrechten Stielen sitzen, ist sie eine echte Besonderheit im Garten. Als heimischer Lippenblütler ist sie eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Falter wie den Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma). Die runzeligen, herzförmigen Blätter bilden am Boden einen dichten Teppich, der Unkraut unterdrückt und das ganze Jahr über Struktur gibt. Du tust mit dieser langlebigen Staude nicht nur der Artenvielfalt einen Gefallen, sondern holst dir auch ein Stück alpine Wildnis direkt ans Haus. Schau genau hin, wenn sie im Juni aufblüht – das Summen wird dich begeistern.
Die alpine Rarität: Ein Magnet für seltene Dickkopffalter und Hummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gelbe Betonie eine lebenswichtige Ressource für seltene Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Dickkopffalter profitiert, darunter Arten wie der Südliche Dickkopffalter (Carcharodus orientalis) und der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera). Auch Tagfalter wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und der hübsche Pantherspanner (Pseudopanthera macularia) suchen sie gezielt auf. Für Wildbienen ist sie ebenfalls attraktiv: Die Helle Erdhummel (Bombus lucorum), die Wiesenhummel (Bombus pratorum) und die seltene Grauweiße Hummel (Bombus veteranus) nutzen das Nektarangebot der Lippenblüten intensiv. Im Winter dienen die Samenstände zudem als natürliche Futterquelle für Vögel.
Die Gelbe Betonie ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn sie nicht zu den hochgiftigen Pflanzen gehört, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der markanten gelben Blütenähren und der runzeligen Blattrosette kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Damit die Gelbe Betonie bei dir gut gedeiht, solltest du einen sonnigen bis halbschattigen Platz wählen. Sie kommt mit normaler Gartenerde gut zurecht, solange diese nicht zu staunass ist.
Standort: Sonnig bis lichtschattig, gerne auf eher mageren (nährstoffarmen) Böden.
Boden: Durchlässig und eher kalkhaltig; schwere Lehmböden solltest du mit etwas Sand auflockern.
Pflanzzeit: Am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Staude ist sehr pflegeleicht und braucht kaum Dünger.
Rückschnitt: Lass die verblühten Stände über den Winter stehen, um Insekten ein Quartier zu bieten.
Vermehrung: Im Frühjahr kannst du den Wurzelstock einfach mit dem Spaten teilen.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus). Beide teilen sich den Vorzug für kalkhaltige Standorte und die Aster füllt die Blühpuffer-Lücke im Spätsommer, wenn die Betonie langsam verblüht.
Die Gelbe Betonie (Betonica alopecuros) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist vor allem in den Gebirgsregionen Mitteleuropas indigen (einheimisch). Sie bevorzugt kalkhaltige Standorte und wächst in der Natur oft auf Bergwiesen oder an sonnigen Waldrändern. Charakteristisch sind die vierkantigen Stängel und die behaarten Blätter, die typisch für die Gattung der Betonien sind. Durch ihre Mykorrhiza (Symbiose mit Wurzelpilzen) ist sie im Boden gut vernetzt und kann Nährstoffe effizient aufnehmen.
3 Videos zu Gelbe Betonie



23 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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