
Betonica officinalis
Auch bekannt als: Gemeiner Ziest, Echte Betonie, Heilbatunge
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Arten
interagieren
126
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Den Heil-Ziest erkennst du an seinen dichten, quirlförmigen Blütenähren in kräftigem Purpurrosa und den am Rand gekerbten, runzeligen Blättern. Er ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Garten, da er auf der Vorwarnliste (Arten, deren Bestände merklich zurückgegangen sind) steht. Besonders seltene Falter wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) oder der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) besuchen ihn gerne. Wenn du eine Pflanze suchst, die Geschichte und Naturschutz verbindet, ist er für deinen sonnigen Gartenplatz genau die richtige Wahl.
Purpurrote Blütenpracht und wertvolle Kinderstube für den Blütenspanner.
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Der Heil-Ziest ist eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen ihn Arten wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera), der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) als Nektarquelle. Auch seltenere Arten wie der Südliche Spierstauden-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) profitieren von seinem Angebot. Für den Hochstaudenflur-Blütenspanner dient die Pflanze zudem als lebensnotwendige Raupenfutterpflanze. Da er auf der Vorwarnliste steht, ist er ein wertvoller Baustein für die regionale Artenvielfalt.
Nach aktuellen Daten gilt die Pflanze als nicht kindersicher. Auch wenn sie eine lange Tradition als Heilpflanze hat, solltest du im Garten mit kleinen Kindern achtsam sein. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund der charakteristischen Lippenblüten und der Blattform jedoch kaum möglich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort : Er liebt sonnige bis halbschattige Plätze auf eher mageren Wiesen.
Boden : Die Erde sollte durchlässig und nicht zu nährstoffreich sein; normale Gartenerde ohne zusätzlichen Dünger reicht völlig aus.
Pflanzzeit : Setze die Staude im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege : Er ist sehr robust. Schneide die verblühten Stängel erst im Spätwinter zurück, damit die hohlen Stängel als Winterquartier dienen können.
Vermehrung : Du kannst den Wurzelstock im Herbst vorsichtig teilen.
Kombination : Eine hervorragende Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide Arten sind heimisch, teilen ähnliche Ansprüche an den Boden und bieten zusammen eine langanhaltende Insektenweide.
Der Heil-Ziest (Betonica officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland und Österreich indigen (einheimisch). Er wächst natürlicherweise auf Magerrasen oder in lichten Wäldern und wird oft als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Auffällig ist sein aufrechter Wuchs mit einer bodennahen Blattrosette, aus der die unverzweigten Blütenstängel ragen. Durch seine arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Pilzsymbiose an den Wurzeln) ist er bestens im Boden vernetzt.
1 Video zu Heil-Ziest

19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_662699695
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