Bild folgtKI-generierte IllustrationBetonica officinalis subsp. officinalis
Auch bekannt als: Betonica officinalis subsp. officinalis
26
Arten
interagieren
35
Interaktionen
dokumentiert
An ihren dichten, ährenartigen Blütenständen in kräftigem Purpur-Rosa lässt sich der Heil-Ziest sofort erkennen. Er ist ein wahres Juwel für den Naturgarten, da er als indigen (einheimisch) gilt und eine Brücke zwischen Ästhetik und Artenschutz schlägt. Besonders seltene Insekten wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) sind auf ihn als Nahrungsquelle angewiesen. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste (V) steht, leistest du mit der Pflanzung einen echten Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Wenn du einen sonnigen, eher mageren Platz im Garten hast, ist dieser Lippenblütler genau die richtige Wahl für dich.
Heimische Wildstaude: Ein Magnet für seltene Dickkopffalter und die Waldhummel.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Heil-Ziest eine hochkarätige Tankstelle für spezialisierte Falter. Er dient Dickkopffaltern wie Muschampia tessellum, Carcharodus lavatherae und Carcharodus floccifera als wichtige Nahrungsquelle. Auch der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) und die Honigbiene (Apis mellifera) besuchen die Blüten regelmäßig. Besonders hervorzuheben ist sein Nutzen für die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum). Da die Pflanze spät im Jahr noch Struktur bietet, ist sie ökologisch wertvoller als viele hochgezüchtete Zierpflanzen.
Der Heil-Ziest wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Bitter- und Gerbstoffe, die bei Verzehr größerer Mengen Unwohlsein hervorrufen können. Achte im Garten darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der typischen Blütenform kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis leicht halbschattigen Platz aus.
Boden: Der Boden sollte eher nährstoffarm und gut durchlässig sein; er verträgt auch kalkhaltige Untergründe.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Abstand: Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 cm ein, damit sich die Blattrosetten frei entfalten können.
Gießen: Wässere nur bei lang anhaltender Trockenheit, da die Pflanze mäßige Trockenheit gut verträgt.
Pflege: Schneide die verblühten Stängel erst im Spätwinter zurück, um Insekten ein Winterquartier zu bieten.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich moderat durch Selbstaussaat, wenn man die Samenstände stehen lässt.
Pflanzpartner: Eine ideale Partnerin ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis) – beide ergänzen sich optisch und teilen die Vorliebe für sonnige, eher magere Standorte.
Der Heil-Ziest (Betonica officinalis subsp. officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist in Deutschland heimisch und besiedelt natürlicherweise Magerrasen (nährstoffarme, trockene Wiesen) sowie lichte Waldränder. Er wächst als ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend) und bildet eine grundständige Blattrosette aus langgestielten, gekerbten Blättern. Die Blüten stehen in Scheinquirlen (ringförmig angeordnete Blütengruppen), die am oberen Ende des vierkantigen Stängels eine dichte Ähre bilden.
1 Video zu Heil-Ziest

26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →