
Solidago virgaurea
Auch bekannt als: Gemeine Goldrute
49
Arten
interagieren
211
Interaktionen
dokumentiert
11
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren leuchtend gelben Blütenköpfen, die sich in einer lockeren Traube am Ende des aufrechten Stängels sammeln, lässt sich die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) sofort erkennen. Im Gegensatz zu ihren oft invasiven Verwandten aus Übersee ist sie ein echtes Juwel für unsere heimische Artenvielfalt. Sie dient beispielsweise den Raupen des Grauen Goldruten-Blütenspanners (Eupithecia virgaureata) oder des Aster-Mönchs (Cucullia asteris) als lebensnotwendige Nahrung. In deinem Garten schaffst du mit ihr eine wertvolle Brücke zwischen Sommer und Herbst. Du machst damit alles richtig, wenn du auf das heimische Original setzt.
Heimische Goldrute: Die unverzichtbare Wiege für seltene Blütenspanner.
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Diese Staude ist ein wahrer Magnet für spezialisierte Insektenarten. Gleich mehrere Nachtfalter, wie der Hochstaudenflur-Blütenspanner oder der Graue Goldruten-Blütenspanner (Eupithecia virgaureata), nutzen sie als Kinderstube für ihre Raupen. Auch der Aster-Mönch (Cucullia asteris) und der Grüne Blütenspanner sind auf sie angewiesen. Durch die lange Blütezeit bis in den September hinein bietet sie eine verlässliche Nektarquelle, wenn andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Im Winter dienen die Samenstände als wichtige Energiereserve für Vögel, sofern du die Stängel im Garten stehen lässt.
Bitte beachte, dass die Gewöhnliche Goldrute als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie gilt als schwach giftig, weshalb ein Verzehr von Pflanzenteilen vermieden werden sollte. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher ein Standort im hinteren Beetbereich ratsam, um direkten Kontakt zu minimieren.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.508 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Die Pflanze bevorzugt den Halbschatten und kommt mit lichtem Schatten unter Bäumen sehr gut zurecht.
Boden: Ideal ist ein normaler Gartenboden, der als Frisch (mäßig feucht) eingestuft wird; sie ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf).
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Besonderheit: Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) ein, was sie sehr widerstandsfähig macht.
Pflege: Ein Rückschnitt sollte erst im späten Winter erfolgen, damit Insekten in den Stängeln überwintern können.
Vermehrung: Die Staude lässt sich im Frühjahr leicht durch Teilung des Wurzelstocks vermehren.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Gemeine Wirbeldost (Clinopodium vulgare). Beide teilen sich den Lebensraum am Gehölzrand und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für Fluginsekten.
Die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Sie ist in ganz Mitteleuropa heimisch und besiedelt vorzugsweise lichte Wälder, Waldränder und magere Wiesen. Im Gegensatz zu den oft dominanten neophytischen (gebietsfremden) Arten wächst sie eher horstig (in dichten Büscheln) und wird selten höher als einen Meter. Ihre wechselständigen, lanzettlichen Blätter sind ein typisches Merkmal, das sie auch im nicht blühenden Zustand kennzeichnet.
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29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_288466021
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →