Bild folgtKI-generierte IllustrationBupleurum falcatum
Auch bekannt als: Sichelblättriges Hasenohr
17
Arten
interagieren
75
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Sichel-Hasenohr an seinen charakteristischen, bogig gekrümmten Blättern und den filigranen, gelb-grünen Blütendolden. In deinem Garten leistest du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz, da sie auf der Vorwarnliste der bedrohten Pflanzen steht. Besonders die Schwarzrote Schmalbiene (Lasioglossum nigripes) und der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) profitieren von dem leicht zugänglichen Nektarangebot. Da die Pflanze eher bescheiden auftritt, fügt sie sich harmonisch in naturnahe Bereiche ein. Wenn du einen eher mageren, lichten Platz im Garten hast, ist das Sichel-Hasenohr eine Bereicherung für dich.
Seltener Heimkehrer: Die filigrane Nektartankstelle für Schmalbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Sichel-Hasenohr eine wertvolle Nahrungsquelle für verschiedene Wildbienen und Schmetterlinge. Die Gewöhnliche Furchenbiene (Halictus tumulorum) und die Schwarzrote Schmalbiene (Lasioglossum nigripes) nutzen die flachen Dolden zur Nektaraufnahme. Auch für den Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ist die Pflanze als Nahrungsquelle von Bedeutung. Durch die Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft mit Pilzen am Wurzelsystem) trägt sie zudem zur Bodengesundheit bei. Die leichten Samen dienen nach der Reife als Nahrung für Kleinsäuger oder werden durch den Wind weiträumig im Garten verteilt.
Bitte beachte, dass das Sichel-Hasenohr als nicht kindersicher eingestuft wird. In Haushalten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren sollte die Pflanze daher mit Bedacht platziert werden. Bei empfindlichen Personen kann der Kontakt mit Pflanzenteilen Hautreizungen auslösen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
4
Pollenwert
4
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.542 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten, der mäßig warm ist.
Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat sein, also mager und eher nährstoffarm.
Achte auf eine mäßig trockene bis frische Bodenfeuchte; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Halte beim Pflanzen ausreichend Abstand, damit die Blattrosetten der krautigen Staude gut belüftet werden.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Stängel sollte erst im Spätwinter erfolgen, um Insekten zu schützen.
Da die Samen mit 2.913 mg sehr leicht sind, verbreitet sich die Pflanze durch Wind- oder Fernausbreitung (Diasporen) oft von selbst im Garten.
Gute Partnerin: Die Wirbeldost (Clinopodium vulgare) – sie hat ähnliche Ansprüche an Licht und Boden und ergänzt das Sichel-Hasenohr ökologisch perfekt.
Das Sichel-Hasenohr (Bupleurum falcatum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits indigen ist) besiedelt sie natürlicherweise Halbtrockenrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Waldränder. Morphologisch auffällig sind die ungeteilten Blätter, die für Doldenblütler eher untypisch sind. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.54 m bleibt sie kompakt und standfest.
2 Videos zu Sichel-Hasenohr


16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →