Bild folgtKI-generierte IllustrationCampanula glomerata subsp. glomerata
Auch bekannt als: Campanula glomerata subsp. glomerata
29
Arten
interagieren
32
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den intensiv violetten Blütenknäueln am Ende der aufrechten Stängel lässt sich die Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata subsp. glomerata) sofort erkennen. Im Gegensatz zu vielen Verwandten hängen die Glocken hier nicht einzeln, sondern stehen dicht gedrängt beisammen. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie spezialisierte Gäste wie die Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi) gezielt anlockt. Auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae) schätzt das Nektarangebot dieser gefährdeten Wildpflanze sehr. Wenn du einen sonnigen Platz mit normalem Boden hast, solltest du ihr unbedingt ein Plätzchen reservieren.
Spezialisten-Magnet: Die Knäuel-Glockenblume bringt seltene Scherenbienen zu dir.
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Diese Glockenblume ist eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Wildbienen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen die Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) regelmäßig die Blüten. Auch der Heller Erdhummel-Komplex (Bombus terrestris agg.) sowie der Punktkäfer nutzen das Angebot. Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) profitieren vom Nektar der dichten Blütenstände. Da die Pflanze eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) eingeht, trägt sie aktiv zur Gesundheit und Vernetzung des Bodenökosystems bei.
Zur Sicherheit im Garten: Die Knäuel-Glockenblume wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen, kopfig gehäuften Blüten und der typischen Blattform bei uns kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle einen vollsonnigen Standort in deinem Garten.
Der Boden sollte ein normaler Gartenboden für Mittelzehrer (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf) sein.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte, was einer mäßigen, gleichmäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Die Pflanze ist pflegeleicht und winterhart.
Nach der Blüte kannst du die Stängel zurückschneiden, um die Kraft in die Rosette zu lenken.
Die Vermehrung gelingt leicht über die Teilung der Ausläufer im Herbst.
Als Begleitpflanze empfehle ich die Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare).
Auch das Echte Labkraut (Galium verum) ist eine hervorragende Partnerin.
Diese Arten teilen sich in der Natur oft den Lebensraum und ergänzen sich optisch wie ökologisch perfekt.
Die Knäuel-Glockenblume gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Sie ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt frische, mäßig nährstoffreiche Standorte. Ein markantes Merkmal ist der meist unverzweigte, kantige Stängel, der die endständigen Blütenköpfe trägt. Als geschützte Art der Roten Liste (Stufe 3) übernimmt sie eine wichtige Funktion in heimischen Pflanzengesellschaften, besonders auf Halbtrockenrasen (grasreiche Flächen auf trockenen Standorten) und an Waldrändern.
3 Videos zu Knäuel-Glockenblume



27 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →