Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena hattorfiana (Fabricius, 1775)
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Du erkennst die Ackerwitwen-Sandbiene an ihrer beachtlichen Körpergröße von bis zu 16 Millimetern und ihrer Vorliebe für die Blüten der Witwenblume. Sie fliegt in nur einer Generation pro Jahr von Juni bis August durch deinen Garten. Das Weibchen legt seine Eier in Gänge an, die es mühsam in den Boden gräbt. Die Art ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und benötigt für ihre Brut fast ausschließlich den Pollen der Wiesen-Witwenblume. Im Sommer kannst du sie zudem an der Wiesen-Skabiose, der Saat-Esparsette oder der Acker-Kratzdistel beobachten. Auch Glockenblumen wie die Knäuel-Glockenblume oder die Rundblättrige Glockenblume dienen ihr als Nektarquelle. Die Larve ernährt sich im Nest vom eingetragenen Pollenvorrat der Wiesen-Witwenblume. Sie überwintert tief im Erdboden als Ruhelarve oder bereits fertig entwickeltes Insekt in einer Kältestarre (Zustand ohne Bewegung bei niedrigen Temperaturen). Um ihr zu helfen, solltest du heimische Wiesen-Witwenblumen säen und sonnige Bodenstellen nicht bepflanzen, damit sie dort ihre Nester graben kann.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und für den Menschen absolut ungefährlich. Sie besitzt zwar einen Stachel, setzt diesen aber zur Verteidigung gegenüber Menschen praktisch nie ein. Du kannst sie gefahrlos beim Blütenbesuch beobachten, solltest aber ihre Nistlöcher im Boden nicht zertreten.
Die Ackerwitwen-Sandbiene (Andrena hattorfiana) gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Hautflügler. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie heimisch, gilt jedoch aufgrund ihrer Spezialisierung oft als gefährdet. Sie lebt solitär (einzeln lebend, bildet keine Völker), wobei jedes Weibchen sein eigenes Nest im Boden betreut. Mit ihrer Größe zählt sie zu den stattlichsten heimischen Sandbienenarten. Charakteristisch ist ihre enge Bindung an Kardengewächse wie die Wiesen-Witwenblume, was sie zu einem hochspezialisierten Bestäuber macht.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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