Bild folgtKI-generierte IllustrationCarlina vulgaris
Auch bekannt als: Kleine Eberwurz, Gemeine Golddistel, Gemeine Eberwurz, Golddistel
Artengruppe
19
Arten
interagieren
202
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren strohigen, goldglänzenden Hüllblättern, die wie eine kleine Sonne wirken, lässt sich die Kleine Eberwurz sofort erkennen. Diese trockenheitsresistente Staude ist ein echter Überlebenskünstler für karge, sonnige Ecken in deinem Garten. Besonders wertvoll ist sie als Kinderstube für Raupen, wie die des Distelfalters (Vanessa cardui) oder des seltenen Südlichen Sandstrohblumeneulchens (Eublemma purpurina). Mit ihrer späten Blüte schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Hochsommers. Wenn du einen mageren Standort hast, ist sie die perfekte Wahl für mehr echte Wildnis auf kleinem Raum. Probier es aus, sie ist herrlich unkompliziert.
Kompakter Überlebenskünstler: 29 cm geballte Naturkraft für magere Sonnenplätze.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Kleine Eberwurz eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Distelfalter (Vanessa cardui) und das Südliche Sandstrohblumeneulchen (Eublemma purpurina). Die dornigen Blätter bieten den Raupen optimalen Schutz vor Fressfeinden. Während der Blütezeit von Juli bis September profitieren zahlreiche Bestäuber vom Nektarangebot. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel. Da die Samen mit nur etwa 1,44 mg extrem leicht sind, werden sie vom Wind weit getragen, was der natürlichen Ausbreitung in der Nachbarschaft hilft. So fördert diese kleine Pflanze aktiv die lokale Biodiversität.
Die Kleine Eberwurz gilt als nicht kindersicher, was ausschließlich an ihren dornigen Blättern und Blütenhüllen liegt. Diese können bei Berührung unangenehm in die Haut stechen, sind jedoch völlig ungiftig. Es empfiehlt sich, beim Pflanzen oder Pflegen feste Gartenhandschuhe zu tragen, um kleine Verletzungen zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.295 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 7), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Der Boden muss trocken (Feuchtewert 3) und gut durchlässig sein; Staunässe verträgt sie gar nicht.
Setze sie in mageres Substrat (Schwachzehrer), da zu viele Nährstoffe die Standfestigkeit mindern.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7); bei Bedarf etwas Kalk untermischen.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht nötig; die Pflanze ist winterhart und bietet eine schöne Struktur im Beet.
Die Vermehrung erfolgt durch Selbstaussaat über die leichten, windverwehten Samen.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Standorte und blüht bereits im Frühjahr, bevor die Eberwurz austreibt.
Die Kleine Eberwurz (Carlina vulgaris) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie auf kalkhaltigen Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) heimisch. Die Pflanze wächst als zweijähriges bis mehrjähriges Kraut und verholzt nicht. Charakteristisch sind die dornig gezähnten Blätter und die typische Korbblüte, deren innere Hüllblätter bei Trockenheit glänzen und sich bei Feuchtigkeit zum Schutz der Pollen schließen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,29 m bleibt sie kompakt und fügt sich ideal in naturnahe Steingärten oder Magerbeete ein.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →